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Vom Redmi K100 Pro zum POCO F9 Pro: ein Viertel des Akkus bleibt in China
Dasselbe Gerät, zwei Namen, zwei sehr verschiedene Akkus. Auf dem Weg von Redmis chinesischer K100-Reihe zu POCOs Weltmarktfassung schrumpft die Kapazität um mehr als ein Viertel – und beim größeren Schwestermodell fällt der Verlust deutlich kleiner aus.
Zwei Zahlen, ein Gerät
notebookcheck nennt für das Redmi K100 Pro einen Akku mit 8.580 mAh in Silizium-Kohlenstoff-Bauweise, dazu 100 Watt über Kabel und 50 Watt drahtlos.
Dasselbe Gerät heißt außerhalb Chinas POCO F9 Pro. Dort nennen drei Redaktionen übereinstimmend eine andere Zahl: chinamobilemag, memeburn und Android Authority kommen auf 6.330 mAh.
memeburn benennt das Ausmaß und spricht davon, dass das POCO F9 Pro beim weltweiten Erscheinen mehr als ein Viertel seiner Akkukapazität verlieren könnte.
Das ist keine Vermutung mehr. In unserem Test des POCO F9 Pro stehen dieselben 6.330 mAh – bestätigt von zwei europäischen Redaktionen am fertigen Gerät.
Beim Ultra ist der Abstand kleiner
Der Vergleich lohnt sich, weil er bei den größeren Modellen anders ausfällt. memeburn stellt POCO F9 Ultra und Redmi K100 Pro Max gegenüber: 8.050 mAh gegen 9.070 mAh. Android Authority nennt für das F9 Ultra dieselben 8.050 mAh, chinamobilemag ebenfalls.
Beim kleineren Paar stehen sich also 8.580 und 6.330 mAh gegenüber, beim größeren 9.070 und 8.050. Wer in Europa das Gerät mit der längsten Laufzeit sucht, findet den Unterschied zwischen Pro und Ultra damit größer vor, als die chinesischen Datenblätter vermuten lassen.
Am Laden ändert sich nichts. Android Authority schreibt, beide Modelle behielten die Unterstützung für 100 Watt über Kabel und USB Power Delivery; chinamobilemag nennt für beide Modelle ebenfalls 100 Watt.
Was gleich bleibt
Der Bildschirm überlebt den Wechsel unverändert. notebookcheck und India TV nennen für das K100 Pro 6,59 Zoll mit 185 Hertz, chinamobilemag für das POCO F9 Pro 6,59 Zoll mit QHD+ und 185 Hertz. Für das Ultra nennt chinamobilemag 6,85 Zoll mit 2.608 mal 1.200 Bildpunkten.
Bei der Kamera bleibt xiaomitoday bei 200 Megapixeln für die Hauptkamera des K100 Pro und einem Periskop-Teleobjektiv. notebookcheck ergänzt, dass dieses Teleobjektiv Makroaufnahmen ab zehn Zentimetern beherrscht – eine Angabe, die selten gemacht wird und im Alltag mehr zählt als die Megapixelzahl.
Der Antrieb bleibt ebenfalls. nokiapoweruser beschreibt für das K100 Pro Max den Snapdragon 8 Elite Gen 5 als bei TSMC in 3 Nanometern gefertigt, mit Oryon-Kernen bis 4,74 Gigahertz, dazu bis zu 16 GB LPDDR5X und 1 TB UFS-4.1-Speicher.
Warum das für den Kauf zählt
Die Kapazität ist die einzige Angabe, die sich beim Sprung nach Europa wesentlich ändert – Bildschirm, Chip und Ladeleistung bleiben. Wer eine chinesische Besprechung des K100 Pro liest und daraus auf die Laufzeit des POCO F9 Pro schließt, rechnet mit einem Viertel zu viel.
Umgekehrt heißt das: Vergleichstests aus China taugen für alles außer der Ausdauer. Und es erklärt, warum in unserem Test vier Stunden Fotografieren im Gelände über die Hälfte der Ladung gekostet haben, während dieselbe Bauform in China mit spürbar mehr Reserve antritt.
Beim Preis gibt es bisher nur einen Anhaltspunkt, und der gilt für China: notebookcheck ordnet das K100 Pro im Segment um 4.000 CNY ein, was etwa 592 US-Dollar entspricht. Ein europäischer Preis für die POCO-Fassung steht damit nicht fest.
Der Zeitplan hat sich gedreht
Eine Änderung betrifft die Reihenfolge. gizchina schreibt, Redmi habe die Startreihenfolge der K100-Reihe umgekehrt: Das Pro Max kommt nun zuerst, zwei Modelle mit 100 Watt sind in den chinesischen 3C- und MIIT-Datenbanken freigegeben, das einfache K100 fehlt dort.
Für den europäischen Markt heißt das: Die POCO-Fassungen der größeren Modelle sind da, das kleinste Mitglied der Reihe ist noch nicht einmal in China zugelassen.
Die Daten zu den Geräten
Geräte in diesem Artikel
- Redmi K100 Pro · Technische Daten
- POCO F9 Pro · Technische Daten · ab € 685
- Redmi K100 Pro Max · Technische Daten
- POCO F9 Ultra · Technische Daten · ab € 857