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POCO F9 Ultra: Vier Helligkeitsangaben für einen Bildschirm

Das POCO F9 Ultra ist seit September zu haben, und seither haben mehrere Redaktionen es selbst gemessen. Bei der Bildschirmhelligkeit kommen sie dabei auf Zahlen, die um den Faktor fünf auseinanderliegen – ohne dass eine davon falsch ist.

POCO F9 Ultra: Vier Helligkeitsangaben für einen Bildschirm – Produktbild
Bild: www.gamestar.de

Veröffentlicht am 15. Oktober 2026

Vier Helligkeitsangaben für einen Bildschirm

Poco nennt für das F9 Ultra vier verschiedene Helligkeitswerte, und
heise
hat sie aufgeschrieben: „Bei der Helligkeit nennt Poco Spitzenwerte von 4500 cd/m² bei 25
Prozent Bildfläche sowie bis zu 10.000 cd/m² bei einem einprozentigen HDR-Fenster." Dazu
kommt der dritte Wert aus derselben Quelle: „Als High-Brightness-Mode nennt Poco 2200 cd/m²,
die typische Helligkeit soll bei 850 cd/m² liegen."

Die Zahlen widersprechen sich nicht, sie messen Verschiedenes. Je kleiner die leuchtende
Fläche, desto höher der Wert – 10.000 cd/m² gelten für ein Prozent des Bildschirms, nicht
für den Bildschirm. Wer wissen will, wie hell das Gerät in der Sonne ist, braucht die
Messung über eine größere Fläche, und die haben zwei Redaktionen gemacht.
CHIP
kommt im eigenen Labor auf „knapp 2.000 cd/m² („Nits") im Schachbretttest".
GameStar
notiert: „Hier erreicht das Poco 2.200 Nits. Im Testalltag reichte das aus, um den
Bildschirminhalt auch bei hellem Sonnenlicht gut ablesen zu können."

Zwei unabhängige Messungen, 200 Nits Unterschied, beide weit weg von der größten
Herstellerzahl. Der Bildschirm selbst ist laut heise „ein 6,9 Zoll großes AMOLED mit 2608 ×
1200 Pixeln"; die Bildwiederholrate von 185 Hz nennen
notebookcheck
und big-n.

8.050 mAh, und was davon im Alltag ankommt

Der Akku ist der größte, den POCO bisher verbaut hat. Unser Datenblatt führt 8.050 mAh,
und die Berichte bestätigen das. GameStar schreibt: „Der 8.050-Milliamperestunden-Akku macht
das F9 Ultra zusammen mit einem guten Energiemanagement zu einem echten Dauerläufer."
instalki hält den Sprung zum Vorgänger fest – „Pojemność wzrosła z 6500 do aż 8050 mAh",
die Kapazität stieg also von 6.500 auf 8.050 mAh – und nennt als Grund die Bauart der Zelle:
„Ogniwo krzemowo-węglowe", eine Silizium-Kohlenstoff-Zelle. Die packt mehr Energie in
dasselbe Gehäuse als eine herkömmliche Lithium-Ionen-Zelle.

Was das heißt, haben zwei Redaktionen nachgemessen. Bei CHIP „machte das Poco F9 Ultra erst
nach rund 25 Stunden die Lichter aus" – gemessen an Alltagsaufgaben im Labor. Das polnische
instalki kommt
bei gemischter Nutzung auf zwei volle Tage und gibt beim Laden „60 procent w pół godziny"
an, also 60 Prozent in einer halben Stunde.

Geladen wird mit viel Leistung. heise nennt das Gerät „235 Gramm schwer" und schreibt, es
„lädt mit bis zu 100 Watt per Kabel und 50 Watt drahtlos". Unser Datenblatt führt die 100
Watt am Kabel als belegten Wert. Dazu gibt das Gerät selbst Strom ab: „Außerdem kann es
andere Geräte mit maximal 27 Watt per Kabel oder 22,5 Watt drahtlos laden." instalki hat das
ausprobiert und lädt damit „nawet drugiego telefonu", sogar ein zweites Telefon.

Für das kleinere F9 Pro nennt der Hersteller eine eigene Zahl, die heise weitergibt: Es soll
„mit dem 100-Watt-Netzteil in 19 Minuten von 1 auf 50 Prozent laden". Nachgemessen hat das in
unseren Berichten niemand – die 60 Prozent in einer halben Stunde von instalki gelten für das
Ultra mit dem größeren Akku.

Fünffach optisch, hundertfach gerechnet

Beim Zoom lohnt der Blick auf die Einheit. heise beschreibt die Hardware: „Das F9 Ultra
erhält eine 50-Megapixel-Periskopkamera mit 120 Millimeter Kleinbildäquivalent, fünffachem
optischem Zoom und optischer Stabilisierung." CHIP führt in der Datenübersicht dagegen
„Telekamera (100x, 2.400mm)" – das ist dieselbe Kamera, nur mit dem gerechneten Maximum
statt mit der Optik.

Dazwischen liegt, was im Bild ankommt. GameStar hat es ausprobiert: „der Zoom liefert
scharfe Fotos, selbst wenn man die 10-fache Vergrößerung verwendet" – also beim Doppelten
der optischen Brennweite, nicht beim Hundertfachen. Zum Hauptsensor schreibt heise: „Poco
stattet beide Geräte erstmals mit einer 200-Megapixel-Hauptkamera samt optischer
Bildstabilisierung aus. Sie besitzt eine f/1,68-Blende und fasst 16 Pixel zu einem
2-µm-Superpixel." Bei Tageslicht urteilt GameStar: „Die Bilder haben schöne Farben sowie
Kontraste und besitzen viele Details."

Das F9 Pro bekommt eine andere Telekamera – laut heise „ein 50-Megapixel-Floating-Tele mit
60 Millimeter Kleinbildäquivalent und 2,5-fachem Zoom". Wer den weiten Zoom will, braucht
also das Ultra.

Der Preis ist der Streitpunkt

big-n nennt für Frankreich „1 099,90 € pour la version 12 Go + 256 Go" und verweist auf
Startangebote mit „des réductions de plus de 300 €". notebookcheck sieht darin das
eigentliche Problem des Geräts: „il prezzo di listino del F9 Ultra è ancora circa un terzo
più alto di quello del suo predecessore" – der Listenpreis liegt rund ein Drittel über dem
des Vorgängers. Die Begründung des Herstellers hält die Redaktion für nachvollziehbar, aber
nicht überzeugend für Käufer.

Zur Leistung gibt es dort weniger Streit: notebookcheck schreibt, das F9 Ultra „supera senza
difficoltà i nostri test di stress 3DMark", übersteht die eigenen Dauerlasttests also ohne
Einbruch, und nennt den Snapdragon 8 Elite Gen 5 „tutt'altro che lento" – alles andere als
langsam. Denselben Chip führt auch unser Datenblatt. Zur Pflege nennt CHIP „HyperOS 3,
welches auf Android 16 basiert. Vier Funktionsupdates und sechs Jahre Sicherheitspatches".

Auf unserer Geräteseite stehen heute drei geprüfte Angebote; das günstigste liegt deutlich
unter dem genannten Listenpreis. Was POCO in Österreich verlangt, entscheidet damit eher der
Handel als die Preisliste.

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