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POCO F9 Pro im Test: zwei Tage Laufzeit, außer man fotografiert
Der kleinere Bruder des F9 Ultra hat den kleineren Akku, und ein polnischer Test zeigt, wo das wehtut. Beim Rest bekommt man Flaggschifftechnik zu einem Preis, den die Tester als Kernargument nennen.
Zwei Tage, und dann die Ausnahme
Die Ausdauer bewerten die Tester unterschiedlich, und der Widerspruch ist der interessante Teil.
El Grupo Informático kommt bei normaler Nutzung auf bis zu zwei Tage ohne Steckdose. benchmark.pl hält dagegen eine konkrete Beobachtung: Bei vier Stunden Fotografieren im Gelände verlor der Akku über die Hälfte seiner Ladung.
Beides kann stimmen, und zusammen ergibt es die nützlichere Auskunft als jeder Durchschnittswert. Wer das Gerät als Telefon benutzt, lädt jeden zweiten Tag. Wer damit einen Ausflug lang fotografiert, lädt am selben Abend.
Die Kapazität nennen connect und gsmonline übereinstimmend mit 6.330 mAh in Silizium-Kohlenstoff-Bauweise. 91mobiles ordnet das ein und findet es knapp bemessen in einem Feld, in dem Konkurrenten mindestens 7.000 mAh bieten.
Aufgeladen ist es schnell
Hier liefert gsmonline echte Zeiten statt Wattzahlen. Eine volle Ladung von null auf hundert Prozent dauert rund 38 Minuten. Drahtlos erreicht das Gerät mit bis zu 50 Watt in etwa 35 Minuten die Hälfte.
Das relativiert den kleineren Akku deutlich. Vierzig Minuten an der Steckdose sind eine Mittagspause, nicht ein Abend.
Ein Display, das für Spiele gebaut ist
Die Zahlen stammen von chinamobilemag und 91mobiles und ergeben ein stimmiges Bild: AMOLED mit 185 Hertz Bildwiederholrate und bis zu 4.500 Nits Spitzenhelligkeit auf einem Viertel der Fläche.
Auffälliger als die Helligkeit ist die Eingabe. Das Display tastet den Finger mit 480 Hertz ab, bei schnellen Bewegungen mit 4.800 Hertz. Dazu kommen 12 Bit Farbtiefe und DCI-P3. Diese Werte gelten laut chinamobilemag für das F9 Pro und das F9 Ultra gleichermaßen.
Flaggschiff-Chip im kleineren Gehäuse
notebookcheck nennt den Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit Adreno-840-Grafik und 12 GB Arbeitsspeicher. Das ist derselbe Prozessor wie im größeren F9 Ultra.
Der Unterschied liegt im Format. gsmonline misst 157,5 mal 75,3 mal 8,8 Millimeter bei 206 Gramm; chinamobilemag stellt die Maße beider Modelle gegenüber und kommt beim Ultra auf 163,49 mal 77,94 Millimeter. Sechs Millimeter Länge klingen wenig, entscheiden aber darüber, ob ein Gerät einhändig bedienbar bleibt.
Zur Kamera hält El Grupo Informático fest, dass vor allem Hauptsensor und Teleobjektiv deutlich besser sind als beim Vorgänger.
Der Preis ist das Argument
Eine Zahl für Österreich gibt es noch nicht. gsmonline nennt für Polen 2.999 Złoty für die Ausstattung mit 12 GB und 256 GB sowie 3.199 Złoty für die Fassung mit 512 GB.
Das liegt deutlich unter dem, was POCO für das F9 Ultra verlangt, bei gleichem Prozessor und gleicher Bildwiederholrate. Wer auf den größeren Akku und die 200-Megapixel-Kamera des Ultra verzichten kann, bekommt hier denselben Kern.
Die Daten zum Gerät
Geräte in diesem Artikel
- POCO F9 Pro · Technische Daten · ab € 685