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iPhone 18 Pro, Pro Max und Duo: Was die ersten Tests zeigen

Zwei Pro-Modelle mit beweglicher Blende, dazu Apples erstes Faltgerät. Zusammengetragen aus den Berichten von zwölf Redaktionen – samt der Stellen, an denen sie sich widersprechen.

iPhone 18 Pro, Pro Max und Duo: Was die ersten Tests zeigen – Produktbild
Bild: Apple

Veröffentlicht am 20. September 2026

Seit dem 18. September stehen iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max im Handel, das faltbare iPhone Duo folgt am 23. Oktober. Die ersten Testberichte sind da. Wir haben gelesen, was Redaktionen im deutschsprachigen Raum seit der Vorstellung schreiben, und die Punkte zusammengetragen, die über einen Datenblattvergleich hinausgehen.

Eine Blende, die sich bewegt

Das auffälligste neue Bauteil der Pro-Modelle ist klein und sitzt hinter dem Glas: eine mechanisch verstellbare Blende in der Hauptkamera. Bisherige iPhones regelten die Lichtmenge über Belichtungszeit und Sensor, die Öffnung selbst war fest. heise online beschreibt, dass Apple dafür per Laser geschnittene Lamellen und eigene Linsen verbaut, damit die Schärfe über alle Blendenstufen hält. Ultraweitwinkel und Tele behalten ihre feste Blende.

Der Fotograf Tyler Stalman, dessen jährlichen Kamera-Check appgefahren und netzwelt aufgegriffen haben, hält die Blende für das wichtigste Upgrade dieser Generation. Ihn interessiert dabei der Aufbau: Apple setzt die Lamellen oberhalb des ersten Linsenelements, anders als bei klassischen Objektiven, wo die Blende tiefer im Tubus sitzt. Weit offen geht sie laut Stalman bis f/1,48. Diesen Wert führt auch unser Datenblatt. pocketpc.ch nennt dagegen einen Bereich von f/1,6 bis f/4,0. Wie weit sich die Blende schließen lässt, steht zwischen den Berichten also nicht einheitlich.

Eine Randnotiz, die im Alltag mehr zählt als sie klingt: Stalman rät zu Schwarz oder Burgund statt der auffälligen Lackierung des Vorgängers. Das Orange des iPhone 17 Pro habe sich beim Fotografieren aus Innenräumen regelmäßig in Fensterscheiben gespiegelt.

Platz zwei im Kameralabor

notebookcheck hat die Wertung des französischen Testlabors DxOMark ausgewertet: 172 Punkte, Rang zwei, drei Punkte hinter dem Huawei Pura 80 Ultra. Für ein iPhone ist das die beste Platzierung bisher. Gelobt werden Aufnahmen bei wenig Licht, die Belichtung mit hoher Dynamik und die Videostabilisierung. Kritik gibt es beim Zoom auf weit entfernte Motive, bei kleinen Fehlern im Weißabgleich und bei sichtbaren Helligkeitssprüngen zwischen Foto- und Videovorschau.

Stalman weist auf eine andere Seite der Kamera hin. Apples Werkzeuge „Clean Up“, „Extend“ und „Reframe“ arbeiten gut genug, dass das fertige Bild deutlich vom aufgenommenen abweichen kann. Für dokumentarische Aufnahmen ist das ein Problem. Apple hält mit „Reference Image“ dagegen: Der Sensor signiert die Bilddaten auf Pixelebene, ein Original lässt sich damit später als unbearbeitet nachweisen. In der EU startet diese Funktion laut heise vorerst nicht.

55 Minuten für eine volle Ladung

Beim Laden ist der Fortschritt messbar. Mac Life verweist auf einen ersten unabhängigen Ladetest: Das iPhone 18 Pro Max war nach 55 Minuten von null auf hundert Prozent, der Vorgänger brauchte im vergleichbaren Aufbau 81 Minuten. Nach einer Viertelstunde standen 50 Prozent auf der Anzeige. In den ersten zwölf Minuten maß der Tester bis zu 52 Watt, beim iPhone 17 Pro Max waren es maximal 36 Watt gewesen.

Bei der Laufzeit bleibt es bei Herstellerangaben: 34 Stunden Video beim Pro, 43 Stunden beim Pro Max, so heise. Unabhängige Messungen dazu fehlen bislang.

Der Einstieg kostet 150 Euro mehr

Die Preise ziehen spürbar an. heise rechnet vor: 1449 Euro für das iPhone 18 Pro mit 256 GB statt 1299 Euro beim Vorgänger, 1599 statt 1449 Euro beim Pro Max. Der Sprung auf 512 GB kostet weiterhin 250 Euro, der auf 1 TB nun 750 statt 500 Euro. appdated listet vier Speichergrößen bis hinauf zu 2 TB.

Unter dem Gehäuse steckt der A20 Pro, den TSMC in 2 Nanometer fertigt. heise nennt sieben statt sechs GPU-Kerne, eine Neural Engine mit zweimal 16 Kernen und 50 Prozent mehr Speicherbandbreite. Das Mobilfunkmodem C2 entwickelt Apple selbst, überwiegend in München. Der Schacht für die Nano-SIM bleibt in Europa erhalten.

Das Duo klappt auf wie ein Buch

Apples erstes Faltgerät kommt später und teurer. deskmodder und connect beschreiben ein 5,4 Zoll großes Außendisplay und einen 7,6-Zoll-Bildschirm im Inneren, beide mit demselben Seitenverhältnis. Innen stehen laut Apple rund 50 Prozent mehr Fläche zur Verfügung als beim iPhone 18 Pro Max, außen etwa 90 Prozent der Fläche eines iPhone 18 Pro. Der Rahmen besteht aus Titan der Güteklasse 5, im Scharnier stecken nach Herstellerangaben über hundert Bauteile. Entsperrt wird per Touch ID in der Seitentaste. Die FaceTime-Kamera sitzt unter dem Innendisplay. Das Duo startet mit 256 GB zu 2299 Euro, Vorbestellung ab 16. Oktober. Die Unterstützung für den Apple Pencil mit USB-C kündigt Apple erst für später im Jahr an.

Die Falte und ihr Preis

Über keinen Punkt schreiben die Redaktionen so ausführlich wie über den Knick in der Mitte. winfuture fasst zusammen, wie Apple ihn angeht: nicht durch Beseitigen, sondern durch Kaschieren. Das Innendisplay bekommt eine matte Nanotextur, weil glänzende Oberflächen jede Unebenheit über Reflexionen sichtbar machen. Der Kompromiss steht im selben Absatz: Matte Panels liefern in der Regel weniger Kontrast und Schärfe als glänzende. Samsung bleibt bei seinen Faltgeräten bisher beim Glanz. Von zusätzlichen Schutzfolien rät Apples Hardware-Chef Tom Marieb ab, sie würden das Ceramic Shield der zweiten Generation verdecken.

Ob die Rechnung aufgeht, beschreibt GameStar aus der Hand am Demogerät: Die Falte lässt sich mit dem Finger ertasten, sichtbar ist sie am neuen Gerät kaum. Interessanter fand der Autor nach wenigen Minuten etwas anderes. Zum ersten Mal seit 2007 lässt sich ein iPhone in verschiedenen Winkeln aufstellen, halb offen auf dem Tisch, aufrecht wie ein kleines Buch, liegend wie ein Mini-Fernseher.

CHIP kommt im Hands-on auf zwei Dinge, die den Unterschied machen: die Software und eben dieses matte Innendisplay. Marieb, seit dem Wechsel von John Ternus an die Konzernspitze Leiter der Hardware-Entwicklung, benutzt das Duo nach eigener Aussage privat und greift dabei vor allem für Tabellen und Präsentationen zum großen Bildschirm.

Was offen bleibt

Vier Punkte lassen die bisherigen Berichte unbeantwortet. Wie sich Falte und Scharnier nach Monaten verhalten, kann niemand sagen, alle Eindrücke stammen von fabrikneuen Geräten. Wie stark das matte Innendisplay bei Kontrast und Schärfe zurückliegt, hat noch niemand gemessen. Für „Reference Image“ in der EU gibt es keinen Termin. Und der Blendenbereich der neuen Hauptkamera wird in den Quellen unterschiedlich angegeben.

Wir tragen die Werte nach, sobald sie belegt sind.

Die Daten zu den drei Geräten

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