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Face ID friert das iPhone 18 Pro ein – iOS 27.0.1 räumt auf
Nach einem fehlgeschlagenen Entsperrversuch bleibt das Telefon stehen und startet neu. heise und borncity haben den Fehler seit dem Verkaufsstart verfolgt; Apple hat ihn inzwischen behoben, zwei andere Beschwerden bleiben ungeklärt.
Der zweite Versuch ist einer zu viel
Das Muster ist in allen Berichten dasselbe: Face ID erkennt das Gesicht nicht, der Nutzer
versucht es gleich noch einmal – und das Telefon bleibt stehen.
heise
beschreibt, dass Geräte „nach einem fehlgeschlagenen Entsperren per Face ID beim neuen Versuch
einfrieren" und anschließend neu starten. Dahinter steckt kein Absturz der Oberfläche, sondern
einer des Systemkerns.
Ein Kernel ist der Teil des Systems, der die Geräte verwaltet – Kamera, Bildschirm, Speicher.
Stürzt er ab, hilft keine App und kein Schließen des Programms; das Telefon startet von vorn.
Für den Nutzer sieht das aus wie ein Totalausfall, und genau das macht den Fehler so lästig:
Er trifft die eine Handlung, mit der jeder Tag am Telefon beginnt.
Betroffen sind nach diesen Berichten die Pro-Modelle, die seit dem 18. September zu haben sind.
Wie viele Geräte es trifft, sagt niemand; heise hält ausdrücklich fest, dass das Problem „längst
nicht jedes Gerät" betrifft. Unser Datenblatt führt das iPhone 18 Pro mit Gesichtserkennung als
einzigem biometrischen Verfahren – wer davon betroffen ist, hat keinen Fingerabdrucksensor als
Ausweichweg.
Die Kamera sitzt jetzt unter dem Bildschirm
Warum ausgerechnet dieses Modell, erklärt
borncity
mit dem Umbau der Vorderseite: Apple habe „die Infrarotkamera für Face ID unter das Display
verlegt, oben links in der Nähe der Uhr", und die Kamera sei „über drei separate Kabel
angebunden". Was vorher in der Aussparung saß, verteilt sich nun über die Fläche – mehr Technik
an einer Stelle, an der vorher keine war.
Das ist keine Erklärung, sondern ein Verdacht – aber ein naheliegender. Je mehr Teile an einer
Erkennung beteiligt sind, desto mehr Zustände kann sie annehmen, und desto eher gibt es einen,
an den beim Entwickeln niemand gedacht hat. Dass der Fehler erst beim zweiten Versuch
auftritt, passt dazu: Der erste scheitert, etwas bleibt zurück, der zweite läuft hinein.
Nachstellen lässt sich der Fehler offenbar gezielt: borncity berichtet, es genüge, beim zweiten
Versuch eine Hand vor das Gesicht zu halten. Als mögliche Störquelle werden in denselben
Berichten „Displayschutzfolien mit Infrarotsensor" diskutiert – belegt ist dieser Zusammenhang
nicht, und keine der beiden Redaktionen stellt ihn als Ursache hin.
Behoben, ohne Gerätetausch
Apple hat den Fehler nicht ausgesessen.
Schon am 25. September
war zu lesen, der Konzern wolle ihn „ab dem 28. September" beheben, und Apple stellte dabei klar:
„ein Gerätetausch sei nicht erforderlich, der Fehler lasse sich per Update beheben". Das ist für
Käufer die wichtigere Nachricht – ein Hardwarefehler hätte Werkstatt bedeutet.
Der Ablauf lässt sich an den Meldungen entlanglesen: Verkaufsstart am 18. September, erste
Berichte über Abstürze am 22., Apples Ankündigung am 25., die Korrektur drei Tage später. Zehn
Tage von den ersten Klagen bis zum Update sind für einen Fehler, der jedes Entsperren treffen
kann, keine lange Zeit.
Geliefert wurde die Korrektur mit
iOS 27.0.1 –
so überschreibt borncity die Meldung.
Das Update behebt laut borncity „Face-ID-Abstürze sowie Kamera- und Touchscreenfehler" und bringt
Wartungskorrekturen für ältere Geräte mit. Wer ein iPhone 18 Pro hat und das Update noch nicht
eingespielt hat, sollte das nachholen; ohne es bleibt die Entsperrung ein Glücksspiel.
Zwei Beschwerden, die damit nicht erledigt sind
In denselben Berichten tauchen zwei weitere Klagen auf, die das Update nicht nennt. Die eine
betrifft Linien im Bild: borncity schreibt, „Ursache und Verbreitung der gemeldeten Displaylinien
bleiben ungeklärt". Die andere betrifft die Kamera – „Farbartefakte, die bei 2×-Zoom-Fotos unter
spezifischen Lichtverhältnissen und einer Blende von f/1,48" aufträten.
Die zweite Klage ist die heiklere, weil sie die Kamera betrifft und damit das Merkmal, mit dem
Apple diese Baureihe bewirbt. Sie tritt nach dieser Beschreibung nur in einer engen Lage auf –
zweifacher Zoom, bestimmtes Licht, offene Blende –, und keine der beiden Redaktionen hat sie
selbst nachgestellt.
Beide Punkte stehen bisher auf schmalem Grund: Es gibt Meldungen von Nutzern, keine Messung und
keine Stellungnahme des Herstellers. Wir führen sie hier auf, weil sie in derselben Woche
auftraten wie der Face-ID-Fehler – aber nicht als bestätigte Eigenschaften des Geräts. Im
Datenblatt steht davon nichts, und dort wird auch nichts stehen, solange es dafür keinen Beleg
gibt.
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- Apple iPhone 18 Pro · Technische Daten · ab € 1.449