Zum Inhalt springen
specfans

Magazin › Vorstellung

iPhone 18 Pro: Die Blende bewegt sich wieder – vier Stufen statt einer

Seit Jahren hatten Handykameras eine feste Blende, und alles andere erledigte die Software. Apple baut nun wieder eine mechanische ein. Was das verändert, und was es kostet.

iPhone 18 Pro: Die Blende bewegt sich wieder – vier Stufen statt einer – Produktbild
Bild: Apple

Veröffentlicht am 7. Oktober 2026

Vier Stufen, sechs Lamellen

Die Hauptkamera des iPhone 18 Pro hat eine Blende, die sich bewegt. MacRumors nennt vier Stufen: ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0, bei einer Auflösung von 48 MP. Apfelpage beschreibt die Mechanik dahinter: sechs lasergeschnittene Lamellen, die zwischen den Öffnungen sanft übergehen. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ist aber eine Rückkehr. Handykameras haben seit Jahren eine feste Blende, und was früher die Optik erledigte, übernahm die Rechnerei im Hintergrund. Hier bewegt sich wieder Blech.

Was die Stufen bringen

Offen bedeutet Licht. iClarified berichtet von einer um 50 % besseren Lichtausbeute bei schwachem Licht. Geschlossen bedeutet Tiefenschärfe, und dafür gibt es einen zweiten, weniger offensichtlichen Gewinn: Dieselbe Quelle beschreibt, dass die Sternenstrahlen um helle Lichtquellen bei ƒ/1.8 aus der Optik selbst entstehen und nicht aus einem Filter. Wer schon einmal einen nachträglich gerechneten Sternenstrahl gesehen hat, kennt den Unterschied. Der Fotograf im Bericht wählte drinnen ƒ/1.48 und draußen eine kleinere Öffnung, wenn genug Licht da war.

Wer entscheidet, welche Stufe gilt

Im Normalfall das Telefon. Wirtschaftswoche schreibt, die Kamera wähle selbst, ausgehend von Lichtverhältnissen, Motiv und Bewegung. Wer das nicht will, bekommt zum ersten Mal einen Schalter dafür. MacRumors beschreibt die neuen Pro Controls, über die sich die Blende von Hand setzen lässt; Apfelpage ergänzt, dass dort auch Verschlusszeit und Weißabgleich liegen und ein Histogramm die Belichtung beurteilen hilft. Damit rückt die Kamera-App näher an das, was eine Kamera seit jeher bietet.

Was die Messung sagt

Eine Zahl aus einem Labor statt aus einer Mitteilung: Slashcam hat den Sensor im Open-Gate-Modus bei 4224 x 3024 vermessen und kommt beim Rolling Shutter auf knapp drei Millisekunden. Das ist der Wert, der darüber entscheidet, ob schnelle Schwenks schief stehen. Zum Vergleich ordnet die Seite den Dynamikumfang ein und stellt fest, dass eine spiegellose Systemkamera dort etwa eine Blendenstufe vor dem Telefon liegt. Beides sind Messungen, keine Werbeaussagen, und beides gehört zur ehrlichen Einordnung dazu.

Was es kostet

Der Fortschritt steht auf der Rechnung. Südtirol News und die Wirtschaftswoche berichten übereinstimmend, dass der Einstiegspreis gegenüber dem Vorjahresmodell um 150 Euro gestiegen ist. RTL hält im Test fest, dass die variable Blende und die neuen Einstellungen die Möglichkeiten tatsächlich erweitern. Ob einem das den Aufpreis wert ist, hängt davon ab, ob man die Kamera von Hand bedient. Wer immer nur auslöst, bekommt vor allem die bessere Lichtausbeute.

Geräte in diesem Artikel

Weiterlesen zu diesen Geräten

Hilfreich? Gib die Seite weiter.

Direkter Link zu dieser Seite