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Xiaomi 18 Fold: ein Falter im A4-Format, angetrieben von Xiaomis eigenem Chip
Das Xiaomi 18 Fold klappt auf die Größe eines Reisepasses zusammen und innen auf ein Seitenverhältnis wie ein A4-Blatt auf. Verkauft wird es seit September, allerdings nur in China.
Kurz und breit statt lang und schmal
Faltbare Telefone im Buchformat waren bisher hohe, schmale Blöcke. Das Xiaomi 18 Fold dreht das Verhältnis. Android Authority misst außen 5,38 Zoll und innen 7,58 Zoll, Digital Trends nennt dieselben beiden Werte und spricht von einer wirklich kompakten Front.
Zugeklappt sei das Gerät etwa so groß wie ein Reisepass, schreibt Techgenyz. Aufgeklappt hat das Innendisplay nach smartzone das Seitenverhältnis eines A4-Blatts. Beide Bildschirme arbeiten mit anpassbarer Bildwiederholrate bis 120 Hertz.
Wie weit Xiaomi von den eigenen Plänen abgewichen ist, zeigt der Vergleich mit dem, was vorab durchsickerte. Mathrubhumi hatte 6,56 Zoll außen und 7,76 Zoll innen erwartet, also ein deutlich größeres und schmaleres Gerät. Herausgekommen ist das Gegenteil.
Ein Wert wird unterschiedlich angegeben: PC Games Hardware schreibt 5,83 Zoll für das Außendisplay, wo drei andere Redaktionen 5,38 Zoll nennen. Nach der Mehrheit der Berichte und dem Bild eines passgroßen Geräts ist 5,38 Zoll der plausible Wert.
Kompakter als Samsungs Falter
ZDNet hatte das Gerät in der Hand und beschreibt es als noch gedrungener als das Samsung Galaxy Z Fold 8. Die Zahlen dazu liefert smartzone: zugeklappt 117,8 x 83,6 x 10,68 Millimeter, aufgeklappt sinkt die Dicke auf 5,02 Millimeter. Digital Trends nennt dasselbe Maß und ein Gewicht von 219 Gramm.
Den Fingerabdrucksensor hat Xiaomi in die Seite gelegt, nicht unter das Display, berichtet PC Games Hardware.
Ein Chip aus eigenem Haus
Das eigentlich Bemerkenswerte steckt innen. Es ist das erste faltbare Xiaomi mit dem selbst entwickelten Xring O3, hält notebookcheck fest. Xiaomi baut damit eigene Prozessoren, um von Samsung und Qualcomm unabhängiger zu werden.
ZDNet nennt einen Punkt, der über das Marketing hinausgeht: Es sei der erste marktreife Prozessor mit Unterstützung für LPDDR6-Arbeitsspeicher, allerdings nur in der Ausstattung mit 16 GB. In Labortests habe der Chip über fünf Millionen Punkte in AnTuTu erreicht, schreibt Techgenyz. Die Ausstattung reicht laut Gadget Hacks bis 16 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Speicher.
Der Xring O3 bleibt nicht auf das Telefon beschränkt. Nach Mathrubhumi treibt derselbe Prozessor auch Xiaomis Pad 9 Pro Max an, das zusammen mit dem Falter vorgestellt wurde.
Was der Chip im Alltag leistet, weiß noch niemand. Digital Trends sagt das offen und rät davon ab, ein solches Gerät allein wegen der Bauform zu kaufen, solange es keine richtigen Tests gibt.
200 Megapixel mit Leica-Schriftzug
Drei Objektive, abgestimmt mit Leica, darunter eine Hauptkamera mit 200 Megapixeln: So beschreiben Techgenyz und Gadget Hacks die Kamera. Für ein faltbares Xiaomi ist das nach notebookcheck das erste Mal in dieser Auflösung.
PC Games Hardware führt die drei Objektive einzeln auf: Hauptkamera mit Blende f/1.7, Teleobjektiv mit f/2.8 und 3,5-fachem optischen Zoom, dazu ein Weitwinkel.
Sechstausend Milliamperestunden in einem Falter
Der Akku fasst 6.000 mAh, darin sind sich Gadget Hacks, smartzone und Mathrubhumi einig. Für diese Bauform sei das ein guter Wert, urteilt smartzone, und das ist keine Höflichkeit: In einem Falter teilt sich der Akku den Platz mit dem Scharnier und liegt in zwei Hälften.
Geladen wird mit 67 Watt über Kabel und 50 Watt drahtlos. Beides sind Herstellerangaben; nachgemessen hat sie bislang niemand, weil noch keine Redaktion ein Testgerät über längere Zeit hatte.
Zu haben ist es vorerst nur in China
Hier liegt der Haken. Der Verkauf begann laut TechCabal am 10. September in China, das Einstiegsmodell mit 12 GB und 256 GB kostet dort 10.999 Yuan. Gadget Hacks und Digital Trends rechnen das in rund 1.640 US-Dollar um. Eine limitierte Keramikausgabe steht bei 15.999 Yuan.
Einen internationalen Termin gibt es nicht. Digital Trends schreibt, eine weltweite Verfügbarkeit sei nicht bestätigt, TechCabal und Gadget Hacks bestätigen das unabhängig voneinander. Wer das Gerät jetzt will, muss importieren und bekommt die China-Fassung von HyperOS, so smartzone.
TechCabal nennt die Risiken eines solchen Imports beim Namen: Ob alle Netzfunktionen des eigenen Anbieters laufen, einschließlich 5G und Telefonie über LTE, ist nicht zugesichert. Die Redaktion rät, sich das Gerät vor dem Kauf im eigenen Netz vorführen zu lassen. Und die Schutzfolie des Innendisplays solle nur Xiaomis eigener Dienst tauschen.
Die Daten zum Gerät
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- Xiaomi 18 Fold · Technische Daten