Magazin › Vorstellung
Redmi Note 17 Pro im Test: zwölf Stunden Navigation, und ein Rechenwerk, das nicht mithält
Das mittlere Modell der Redmi-Note-17-Reihe bekommt in den ersten Tests dieselbe Note von zwei Seiten: Der Akku trägt das Gerät, alles andere ordnet sich unter. Zwei deutsche Redaktionen nennen dabei Zahlen, die man selten liest.
Der Akku ist die Nachricht
Beide deutschsprachigen Tests setzen ihn in den Titel, und sie meinen dasselbe. RTL schreibt, die 8.340 mAh im Gehäuse prägten den Eindruck im Alltag stärker als jede neue Software-Funktion, und kommt bei normaler Nutzung im Test problemlos auf zwei Tage.
Gala liefert die Zahl, die mehr aussagt als jede Laufzeitangabe: Navigation mit Google Maps bringt den Akku erst nach ungefähr zwölf Stunden an seine Grenzen. Dauernavigation mit hellem Bildschirm und aktivem Funk ist ungefähr das Härteste, was ein Telefon im Alltag abbekommt – zwölf Stunden davon sind eine Ansage.
Die Kapazität bestätigt Xiaomi selbst mit 8.340 mAh und 67 Watt HyperCharge für über zwei Tage Nutzung. RTL hält zum Laden fest, dass damit auch ein kurzer Zwischenstopp an der Steckdose spürbar mehr Laufzeit bringt.
Zur Einordnung innerhalb der Reihe: digitec nennt für das Pro Max 9.210 mAh – die größte Kapazität, die Xiaomi in Europa anbietet – und hält ausdrücklich fest, dass der Akku beim Pro mit 8.340 mAh kleiner ausfällt.
Was den großen Akku möglich macht
Hier lohnt der Blick auf die Bauweise, weil sie erklärt, warum das Gehäuse nicht dicker geworden ist. digitec beschreibt für die Reihe eine Batterie mit zwei Zellen und einem Siliziumanteil von 16 Prozent, die deshalb nicht mehr Volumen braucht als Akkus mit geringerer Kapazität.
Dazu kommt eine Angabe, die Hersteller selten machen: Xiaomi gibt die Lebensdauer mit 1.000 Ladezyklen an, nach denen noch über 80 Prozent der Kapazität zur Verfügung stehen. Bei täglichem Laden sind das knapp drei Jahre bis zu dieser Schwelle – eine Zusage, die sich später nachprüfen lässt.
Wo gespart wurde
Gala benennt es und lässt es stehen: Es gebe Einschränkungen bei Rechenleistung und Kamera, die für das Gesamtpaket des getesteten Geräts aber vertretbar seien.
Das ist kein Nebensatz, sondern die Kaufentscheidung. Wer ein Mittelklassegerät mit dieser Kapazität will, bekommt sie nicht umsonst – das Budget steckt im Akku und nicht im Rechenwerk. Gala ordnet das Pro entsprechend ein: Es positioniere sich ziemlich komfortabel in der Mitte der neuen Serie.
Display und Auftritt
Xiaomi nennt ein 1,5K-AMOLED-Display, geschützt von Corning Gorilla Glass Victus 2 gegen Stürze und Kratzer im Alltag. fossbytes hebt das AMOLED-Panel nach zwei Wochen mit dem Gerät eigens hervor.
RTL beschreibt den Auftritt als modern und angenehm zurückhaltend: flaches Display, leicht gerundete Ecken, Kameraleiste aus Metall. digitec ergänzt für die Reihe einen Metallrahmen und ein flaches Display als Neuerung – und bei der weißen Fassung „Cloud Blush" eine fotochrome Rückseite, die unter UV-Licht die Farbe wechselt.
Der Preis entscheidet die Ausstattung
Zwei Preise stehen fest, und der Abstand dazwischen ist groß. Gala nennt 479,90 Euro für die Fassung mit 6 GB RAM und 256 GB Speicher, RTL nennt 599,90 Euro für 8 GB RAM und 512 GB.
Der Schritt von 479,90 auf 599,90 Euro bringt doppelten Speicher und 2 GB mehr Arbeitsspeicher. Bei einem Gerät, dessen Schwäche laut Gala ohnehin die Rechenleistung ist, sind die zusätzlichen 2 GB Arbeitsspeicher das gewichtigere Argument von beiden. Erweitern lässt sich später keines von beidem.
Vorgestellt wurde das Gerät im Juli 2026, Xiaomi führt es in seinem deutschsprachigen Laden.
Die Daten zum Gerät
Geräte in diesem Artikel
- Redmi Note 17 Pro · Technische Daten · ab € 399