Magazin › Vorstellung
OPPO Find X10 Pro Max: dreimal 200 Megapixel, und warum das nicht 600 sind
Als erstes Smartphone bekommt das Find X10 Pro Max drei Rückkameras mit je 200 Megapixeln. Die Sensorgrößen zeigen allerdings, dass die drei nicht gleichwertig sind. In Europa soll es am 21. Oktober erscheinen.
Drei Sensoren mit derselben Auflösung
Die Neuigkeit ist schnell erzählt. Borncity und Zamin nennen es übereinstimmend das weltweit erste Gerät mit drei 200-Megapixel-Kameras auf der Rückseite. notebookcheck spricht von der ersten Dreifach-200-MP-Kamera mit Hasselblad-Abstimmung.
smartphones24 nennt die Einzelheiten, und die sind aufschlussreicher als die Schlagzeile: Die Hauptkamera arbeitet mit 24 Millimetern Brennweite auf einem 1/1,3-Zoll-Sensor mit Blende f/1.5 und zweiachsiger Stabilisierung. Ultraweitwinkel und Teleobjektiv teilen sich dieselbe Sensorgröße von 1/1,56 Zoll.
91mobiles ergänzt die Werte, die im Alltag zählen: Die Hauptkamera soll bis zu 17 Blendenstufen Dynamikumfang schaffen, der Ultraweitwinkel öffnet auf 124 Grad, und das Periskop-Teleobjektiv arbeitet mit f/2.1 und einer Stabilisierung nach CIPA-Stufe 7,5. Damit lassen sich nach smartphones24 auch Makroaufnahmen ab zehn Zentimetern machen.
Warum 600 Megapixel eine irreführende Zahl sind
Hier wird es interessant, und zwei Redaktionen sprechen es aus.
Matrice Digitale hält fest, dass die zusammengezählte Zahl von 600 Megapixeln vor allem Marketing ist, wenn man sie für sich liest. blogspan formuliert denselben Gedanken von der technischen Seite: Die Sensorgrößen zeigen, dass die drei Kameras nicht gleichwertig sind.
Das lässt sich nachrechnen. Ein 1/1,3-Zoll-Sensor hat rund die anderthalbfache Fläche eines 1/1,56-Zoll-Sensors. Verteilt man auf beide dieselben 200 Millionen Bildpunkte, fängt jeder einzelne Punkt im kleineren Sensor weniger Licht ein. Gleiche Auflösung heißt also nicht gleiche Bildqualität, und bei wenig Licht wird der Unterschied sichtbar.
Die Zahl ist trotzdem bemerkenswert. Bisher bekam die Hauptkamera den großen Sensor und die Nebenkameras deutlich weniger Auflösung. Dass hier alle drei auf demselben Niveau liegen, ändert vor allem beim Zoomen und beim Weitwinkel etwas.
Der erste Chip in 2 Nanometern
Das zweite Erstmalige steckt im Prozessor. memeburn und Planet Sans Fil beschreiben den MediaTek Dimensity 9600 Pro als in 2 Nanometern gefertigt. MediaTek verspricht 17 Prozent mehr Rechenleistung und 61 Prozent geringeren Stromverbrauch im Mehrkernbetrieb.
Matrice Digitale verbindet beides und nennt den Punkt, auf den es ankommt: Der Chip ist Teil des Kamerakonzepts, weil er die Daten von drei 200-Megapixel-Sensoren nicht nur kurz, sondern über Minuten hinweg verarbeiten muss. Genau daran scheitern Kamerahandys im Alltag, nicht an der Auflösung.
Ein Akku, der fünf Jahre halten soll
Beim Strom nennen mymobileindia, Borncity und smartphones24 übereinstimmend 8.000 mAh in Silizium-Kohlenstoff-Bauweise. Vybe ergänzt kabelloses Laden mit bis zu 50 Watt.
Eine Angabe hebt sich davon ab, weil sie selten gemacht wird: Nach fünf Jahren Nutzung soll der Akku noch mindestens 80 Prozent seiner Kapazität haben, schreibt smartphones24. Das ist eine Zusage zur Alterung, nicht zur Anfangsleistung, und sie lässt sich später überprüfen.
Zum Display nennt dieselbe Redaktion eine Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits.
Termin Europa: 21. Oktober
notebookcheck nennt den 21. Oktober als europäischen Erscheinungstermin. memeburn bestätigt, dass das Gerät global kommen soll, hält aber fest, dass ein genaues weltweites Datum noch aussteht.
Ein Preis ist bisher nicht bekannt. Für ein Gerät, das drei Sensoren dieser Größe, einen 2-Nanometer-Chip und 8.000 mAh in einem Gehäuse unterbringt, dürfte er an der Spitze liegen.
Die Daten zum Gerät
Geräte in diesem Artikel
- OPPO Find X10 Pro Max · Technische Daten · ab € 1.799