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vivo X500 Pro Max: 200 Megapixel im Teleobjektiv, und zwei Zahlen, die nicht zusammenpassen
vivo hat Farben und Design des X500 Pro Max selbst gezeigt. Alles andere steht in Leaks – und ausgerechnet beim Akku und beim Hauptsensor widersprechen die sich. Zwei Angaben lohnen das Hinsehen trotzdem.
Vorschau auf ein Gerät, das noch nicht erschienen ist. Die Angaben stammen aus Leaks, Zulassungsdatenbanken und Vorabmeldungen. Geprüft ist davon nichts, und auf unseren Geräteseiten steht keine dieser Zahlen. Wir nennen zu jeder Angabe, woher sie kommt.
Was vivo selbst gezeigt hat
Beim Äußeren muss man nicht raten. chinamobilemag beschreibt eine runde Zeiss-Kamera in der oberen linken Ecke auf einem Kameraplateau. Matrice Digitale sieht dasselbe große runde Modul mit Zeiss-Zeichen und hält fest, dass die Linie zur vorigen Generation, dem X300 Ultra, damit sichtbar fortgeführt wird.
Eine Farbe ist dabei mehr als eine Farbe. Matrice Digitale beschreibt eine Oberfläche, die je nach Lichteinfall zwischen warmem Gold, Kupfer und Rosa wechselt. Das ist kein Leak, das hat vivo hergezeigt.
Und chinamobilemag nennt, womit vivo selbst wirbt: Bildqualität bei Porträts, bei Zoomaufnahmen und bei Video in Bewegung. Wer die folgenden Zahlen einordnen will, sollte sich diese Reihenfolge merken – sie sagt, worauf das Gerät ausgelegt ist.
Der Akku: 7.000 oder 8.000
Hier gehen die Angaben auseinander, und zwar deutlich.
connect schreibt, im X500 Pro Max stecke ein Akku mit 8.000 mAh. AndroidHeadlines formuliert vorsichtiger und spricht von möglicherweise 7.000 mAh; TechJuice nennt dieselben 7.000 mAh ohne Einschränkung.
Eintausend Milliamperestunden sind kein Rundungsfehler, sondern grob ein Achtel der Kapazität. Der Unterschied entscheidet, ob dieses Gerät in der Oberklasse mitläuft oder an deren Spitze steht. Belegt ist derzeit keine der beiden Zahlen durch vivo.
Einig sind sich die Quellen beim Laden: connect nennt für alle drei Modelle der Reihe bis zu 90 Watt über Kabel.
Die Kamera: 200 Megapixel im Teleobjektiv
Die auffälligste Angabe betrifft nicht die Hauptkamera. Matrice Digitale nennt ein APO-Teleobjektiv von Zeiss mit 200 Megapixeln, My Mobile India ergänzt dazu 3,5-fachen optischen Zoom, und TechJuice führt dieselben 200 Megapixel im Teleobjektiv auf. Drei Quellen, eine Zahl.
Bei der Hauptkamera wird es widersprüchlich. connect nennt für die beiden Pro-Varianten einen Sony Lytia L910 mit 50 Megapixeln. AndroidHeadlines schreibt dagegen, das X500 Pro Max könnte den neuen Sony LYT-838 bekommen, der die LOFIC-Technik mitbringe und damit mehr Dynamikumfang und bessere Aufnahmen bei wenig Licht liefern solle.
Das sind zwei verschiedene Sensoren, nicht zwei Namen für einen. Wer bei Vorschauen mitliest, erkennt hier das übliche Muster: Eine Redaktion hat einen Datenblattauszug, eine andere eine Zulieferermeldung, und bis zur Vorstellung weiß niemand, welche der beiden am Ende verbaut ist.
Ein Zubehörhinweis fällt auf, weil er selten ist: gizmochina schreibt, das Gerät unterstütze ein professionelles 400-mm-Telekonverter-Kit – also eine aufsteckbare Optik für Aufnahmen, die weit über das reichen, was ein Telefonobjektiv allein schafft.
Video ist der eigentliche Schwerpunkt
Diese Angaben passen zu dem, womit vivo wirbt, und sie sind unter den Leaks die konkretesten.
nokiapoweruser nennt 4K mit 120 Bildern je Sekunde und 10-Bit-Log-Ausgabe, dazu 4K in Dolby Vision und eine Technik namens XDZ Super-Resolution. gizmochina beschreibt dafür eigene Hardware im Gerät, die genau diese 4K-120-Bilder-Aufnahme in 10-Bit-Log ermöglichen soll.
Log-Aufnahme ist kein Werbewort, sondern ein Arbeitsformat: Das Bild sieht direkt aus der Kamera flau aus und behält dafür Zeichnung in Lichtern und Schatten, die man später in der Nachbearbeitung zurückholt. In einem Telefon ist das immer noch die Ausnahme.
Display und Chip
My Mobile India nennt für das Pro Max ein 6,85-Zoll-2K-LTPO-Display mit 144 Hertz; TechJuice führt die 144 Hertz ebenfalls. Matrice Digitale wird genauer und spricht von einem BOE-Q11-2K-Panel, das zusammen mit Zeiss abgestimmt wurde.
Beim Prozessor sind sich Matrice Digitale und nokiapoweruser einig: der neue Dimensity 9600 Pro, gefertigt in 2 Nanometern. Eine Messung an einem Vorseriengerät hat bisher niemand vorgelegt; die Angabe steht in beiden Fällen als Datenblattzeile da.
Preis und was davon gilt
My Mobile India nennt für China einen Einstiegspreis von 6.999 Yuan für die Ausstattung mit 12 GB und 256 GB. Ein europäischer Preis steht nirgends, und ob das Gerät überhaupt hierher kommt, sagt keine der gelesenen Quellen.
Geprüft ist von alldem nichts. Bestätigt sind Design und Farben, weil vivo sie gezeigt hat. Jede Zahl in diesem Text – Akku, Sensor, Display, Chip, Preis – stammt aus Leaks oder Vorabmeldungen, und beim Akku und beim Hauptsensor widersprechen sich die Quellen offen. Auf unsere Geräteseiten kommt davon nichts, bevor es einen Beleg gibt.