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vivo X500 Pro Max: Was nach Europa kommt, ist nicht das chinesische Gerät

Das Spitzenmodell der X500-Reihe steht in China seit dem 21. September im Handel. Für Europa liegen Zertifizierungen vor – und die deuten auf einen kleineren Akku. Geprüft ist davon nichts.

Vorschau auf ein Gerät, das noch nicht erschienen ist. Die Angaben stammen aus Leaks, Zulassungsdatenbanken und Vorabmeldungen. Geprüft ist davon nichts, und auf unseren Geräteseiten steht keine dieser Zahlen. Wir nennen zu jeder Angabe, woher sie kommt.

Veröffentlicht am 30. September 2026

Der Termin steht, das Gerät noch nicht auf dem Tisch

vivo hat die Reihe am 21. September vorgestellt – telecomtalk nennt den Termin als bestätigt, für alle drei Geräte zugleich. Das betrifft China.

Für Europa nennt zoombangla den 27. Oktober. Dazu passen zwei Zertifizierungen: thetechoutlook findet das Pro Max als V2610 in der Gerätedatenbank der Vereinigten Arabischen Emirate, mymobileindia dieselbe Bauart bei der thailändischen Zulassungsstelle, mit GSM, WCDMA, LTE und 5G.

Eine Zulassung ist kein Verkaufstermin. Sie ist aber ein Schritt, den ein Hersteller nicht ohne Absicht geht: Wer ein Gerät in einem Markt zertifizieren lässt, will es dort verkaufen.

Der Akku wird auf dem Weg kleiner

Hier liegt der interessante Teil. gizbot stützt sich auf die europäische Produktdatenbank und nennt für das Pro Max eine Nennkapazität von 6.570 mAh, beworben vermutlich als 6.800 mAh. Dieselbe Quelle schreibt dazu, dass die europäischen Kapazitäten unter denen der chinesischen Ausgaben liegen.

Die Angaben aus dem Vorfeld sahen anders aus. techjuice meldete vor der Vorstellung 7.000 mAh, connect schreibt von 8.000 mAh.

Drei Zahlen, drei Bedeutungen. Nennkapazität und beworbene Kapazität sind zwei verschiedene Größen – die erste wird gemessen, die zweite gerundet. Und die chinesische Ausgabe ist ein eigenes Gerät mit eigener Modellnummer. Wer hier vergleicht, sollte wissen, welche der drei Zahlen er vor sich hat. Für den europäischen Käufer zählt die aus der Produktdatenbank, weil sie dort unter dem Namen steht, der in Europa verkauft wird.

90 W, und zwar für alle drei

Beim Laden sind sich die Quellen einig. thetechoutlook liest aus der Zulassung dieselben 90 W kabelgebunden, die auch für die chinesische Ausgabe gelten; connect schreibt, alle drei Geräte der Reihe laden mit bis zu 90 W.

Das ist die Angabe, die einen kleineren Akku erträglich macht: Je schneller geladen wird, desto weniger wiegt eine halbe Stunde weniger Laufzeit. Wie lange das Gerät tatsächlich durchhält, sagt keine dieser Zahlen – das entscheidet sich an Bildschirm und Prozessor, und dazu gibt es bisher keine Messung an einem Seriengerät.

Der Bildschirm: eine Größe, zwei Bildraten

6,85-Zoll-Bildschirm, 2K-Auflösung, von BOE. telecomtalk nennt dazu die Zeiss-Farbabstimmung und das Leuchtmaterial Q11.

Bei der Bildrate gehen die Meldungen auseinander: techjuice schreibt 144 Hz, mymobileindia 120 Hz bei einem LTPO-AMOLED derselben Größe. Beides ist möglich – LTPO regelt die Bildrate ohnehin dynamisch, und die Obergrenze eines Panels unterscheidet sich von der, die das Betriebssystem freigibt. Welche der beiden Zahlen im europäischen Gerät steht, wird sich am 27. Oktober zeigen.

Die Kamera ist das Verkaufsargument

Das Pro Max unterscheidet sich vom Pro vor allem am langen Ende. telecomtalk und techjuice nennen übereinstimmend einen 200-Megapixel-Sensor für das Teleobjektiv, mymobileindia beschreibt ihn als Periskop in einem Aufbau mit drei Kameras. Die Hauptkamera nutzt laut connect einen Sony Lytia L910 mit 50 Megapixeln – denselben wie das Pro.

Beim Video nennt nokiapoweruser 4K mit 120fps und 10-Bit-Log-Ausgabe, dazu Dolby Vision; telecomtalk bestätigt 4K in HDR mit 120fps für die Pro-Modelle. Log-Ausgabe ist eine Funktion für Leute, die hinterher am Material arbeiten – sie liefert ein flaches Bild, das Spielraum bei der Farbkorrektur lässt. Für alle anderen ist sie ohne Wert.

Den Antrieb liefert laut nokiapoweruser ein MediaTek Dimensity 9600 Pro in 2-Nanometer-Fertigung.

Was es in China kostet

gadgethacks nennt den offiziellen chinesischen Preis: CNY 6.999 für die Ausführung mit 12GB und 256GB.

Ein europäischer Preis lässt sich daraus nicht ableiten. Chinesische Preise enthalten eine andere Steuer, und vivo setzt seine europäischen Preise unabhängig davon an – bei der Vorgängerreihe lag der Abstand deutlich über dem reinen Umrechnungskurs. Die Zahl taugt als Untergrenze, nicht als Schätzung.

Was davon geprüft ist

Nichts. Das Gerät ist in China vorgestellt, in Europa nicht. Was hier steht, stammt aus Zulassungsdatenbanken, aus der europäischen Produktdatenbank und aus Vorabmeldungen; ein Testgerät hatte bisher keine der ausgewerteten Redaktionen in der Hand.

Auf unsere Geräteseite kommt keine dieser Zahlen, bevor vivo sie für das europäische Modell selbst nennt. Die Akkuangabe aus der Produktdatenbank ist die belastbarste davon – sie ist eine Pflichtangabe, keine Ankündigung –, aber auch sie gehört erst dann ins Datenblatt, wenn das Gerät hier verkauft wird.

Die Daten zum Gerät

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