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RingConn Gen 3 im Test: knapp zwei Wochen Akku, Schwächen beim Schlaf
Der dritte RingConn hält in zwei unabhängigen Tests zwischen elfeinhalb und knapp dreizehn Tagen durch – mehr als jeder Smartring davor. heise hat die Schlafauswertung gegen ein mobiles EEG gestellt und dabei gefunden, wo die Bauform an ihre Grenze kommt.
Dicker geworden, trotzdem leichter
Am Aussehen hat RingConn wenig geändert. chip.de fasst es knapp zusammen: Der Gen 3 habe „sich in puncto Design wenig verändert“. Gewachsen ist er trotzdem, und zwar entgegen dem Trend der Branche – die dritte Generation sei „sogar wieder etwas dicker geworden, wenn auch leichter“, das Gewicht des Titanrings liege bei etwa drei Gramm. Android Police nennt für die eigene Größe elf ebenfalls drei Gramm und gibt die Spanne über alle Größen mit 2,5 bis 3,5 Gramm an.
An der dünnsten Stelle misst netzwelt 2,3 Millimeter und stellt fest, dass der Ring damit nicht dicker ist als der Oura Ring 5. Android Police widerspricht dem Eindruck nach längerem Tragen: Die abgerundet-quadratische Form verteile den Druck zwar besser, Gewicht und Dicke spüre man aber weiterhin. Dieselbe Redaktion mag die konkave Oberfläche, die dem Ring nach ihrer Einschätzung Charakter gibt.
Elfeinhalb bis dreizehn Tage
Beim Akku liegen die beiden deutschen Tests nah beieinander und deutlich über dem, was Smartringe bisher erreichen. chip.de kommt auf gut elfeinhalb Tage und nennt für die getestete Größe zehn eine Kapazität von 15 mAh. netzwelt hat den Ring knapp dreizehn Tage ohne Nachladen getragen. Die Spanne erklärt sich über die Größe des Rings, denn die Zelle wächst mit dem Durchmesser.
Ein Detail, das im Vergleich mit dem Marktführer zählt, hebt netzwelt hervor: Das Ladecase gehört zum Lieferumfang, während es bei Oura zusätzlich kostet. Die Rechnung geht noch weiter, wenn man die laufenden Kosten einbezieht – dazu unten mehr.
Wo die Schlafauswertung danebenliegt
Den gründlichsten Blick auf die Gesundheitsfunktionen liefert heise. Die Grundlage ist bescheiden: Ein Drei-Achsen-Beschleunigungssensor liefert die Bewegungsdaten, dazu kommt eine kontinuierliche Messung der Hauttemperatur, die nach dieser Auswertung nachts auch Hinweise auf Infekte oder den Zyklus gibt. Ein Algorithmus wertet Schlafphasen und Sauerstoffsättigung aus, um mögliche Atemaussetzer früh zu erkennen.
Beim Nachmessen trennt sich, was der Ring kann, von dem, was er verspricht. Die groben Schlafzeiten hielt heise für plausibel, bei den einzelnen Phasen gab es Unstimmigkeiten. Im Vergleich mit dem mobilen EEG-Gerät Muse S Athena wich der Ring besonders bei Tief- und REM-Schlaf ab. Er erkannte nicht immer, dass die Testperson im Bett noch las, und übersah gelegentlich frühmorgendliche Wachphasen. heise nennt den Grund und macht daraus keinen Vorwurf an den Hersteller: Ohne EEG arbeitet der Ring ausschließlich mit Puls- und Bewegungsdaten. Das gilt für jeden Ring dieser Bauart.
Was der Hersteller an Genauigkeit zusagt
RingConn hat zum Verkaufsstart eigene Messwerte veröffentlicht, nachzulesen in der Mitteilung über prnewswire. Genannt werden eine Genauigkeit der Ruheherzfrequenz von mindestens 98,58 Prozent, ein mittlerer absoluter Fehler beim Blutsauerstoff von höchstens 0,95 Prozent, eine Schrittzählung mit mindestens 97,20 Prozent und eine Temperaturgenauigkeit von 0,08 Grad Celsius. Das sind interne Tests, keine unabhängige Prüfung.
Eine Bedingung steht in derselben Mitteilung und geht in den Zahlen leicht unter: Das System muss regelmäßig vom Nutzer kalibriert werden, empfohlen werden drei Kalibrierungen in den ersten 24 Stunden und danach eine im Monat. Wer das nicht tut, misst mit anderen Voraussetzungen als der Hersteller. Neu sind außerdem Vibrationssignale, die chip.de bei abweichenden Vitalwerten und niedrigem Akkustand ausgelöst hat, und ein Zyklustracking in der App.
Der Preis ist das eigentliche Argument
appgefahren, das den Ring nach eigenen Angaben direkt nach dem Oura Ring 5 getestet hat, nennt einen Einstiegspreis von 369 Euro. netzwelt stellt dem den Oura gegenüber: über 400 Euro für den Ring, dazu ein monatliches Abonnement. Beim RingConn fällt dieses Abonnement weg, und das Ladecase liegt bei – über zwei Jahre gerechnet ist das der größere Unterschied als jede Messabweichung beim Schlaf.
Vorgestellt wurde der Ring auf der IFA 2026. Nach Berichten aus Japan und Großbritannien verkauft RingConn seine Produkte inzwischen in knapp 150 Ladengeschäften, asahi.com nennt rund 150 Standorte, die Shields Gazette schreibt von fast 150 Geschäften und Apotheken. Für eine Marke, die als Direktversender begonnen hat, ist das die eigentliche Nachricht dieses Jahres.
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- RingConn Gen 3 · Technische Daten · ab € 372