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Redmi Note 17 Pro Max im Test: drei Tage Laufzeit, und niemand weiß genau, wie groß der Akku ist
Elf Redaktionen haben das Redmi Note 17 Pro Max getestet und berichten übereinstimmend von zwei bis drei Tagen ohne Steckdose. Beim wichtigsten Wert des Geräts, der Akkukapazität, widersprechen sich Herstellerangabe und Datenbanken allerdings deutlich.
Zwei Tage sind das untere Ende
Das Gerät ist seit August auf dem Markt, und die Tests fallen in einem Punkt einhellig aus. GizChina hat es als Hauptgerät benutzt und kam gut über zwei Tage. gsmmaniak setzt den Titel gleich darüber: Dieses Telefon lädt man einmal alle drei Tage. mobilissimo nennt ebenfalls bis zu drei Tage und stellt das Gerät bei Dauerbetrieb und Videowiedergabe aufs Treppchen.
Eine gemessene Zahl liefert TechRepublic: 19 Stunden und 28 Minuten im Spieletest von PhoneArena. Das ist kein Alltagswert, sondern Dauerlast, und macht den Abstand zur Konkurrenz greifbarer als jede Werbeaussage.
Zwischen 9.210 und 10.000 Milliamperestunden
Hier wird es unübersichtlich. TechRepublic schreibt, Redmi gebe die Kapazität mit 10.000 mAh an, während PhoneArena 9.210 mAh führt. mobilissimo nennt in Überschrift und Text durchgehend 9.210 mAh.
Der Unterschied ist zu groß, um ein Rundungsfehler zu sein. TechRepublic gibt selbst den Hinweis, dass Käufer die Angabe für die in ihrem Markt verkaufte Fassung prüfen sollten. Genau das ist bei Redmi ein bekanntes Muster: Die chinesische Fassung eines Geräts unterscheidet sich von der globalen. Solange das nicht geklärt ist, steht bei uns keine Zahl im Datenblatt. Ein belegter Wert ist besser als ein plausibler.
Bemerkenswert ist unabhängig davon die Bauhöhe. Trotz des großen Akkus misst das Gerät 8,6 Millimeter, schreibt gsmmaniak. Vor zwei Jahren brauchte ein Telefon dafür deutlich mehr Platz.
Gebaut für den rauen Umgang
Impulse Gamer hebt die Prüfbedingungen hervor: Das Gerät sei im Labor nach IP68 auf bis zu zwei Meter Wassertiefe und bis zu 72 Stunden geprüft worden. Drei Tage unter Wasser sind eine ungewöhnliche Angabe für eine Prüfung, die sonst in Minuten gemessen wird.
Die Front schützt Corning Gorilla Glass Victus 2, das bestätigen Impulse Gamer und Blic unabhängig voneinander. Blic beschreibt außerdem den sichtbaren Entwurfswechsel: flache Front, abgerundete Ecken, ein neu gestaltetes Kameramodul.
Warum gerade jetzt so große Akkus
Das Gerät steht nicht allein da. UnGeek nennt eine unsterbliche Akkulaufzeit das derzeit bestimmende Thema der Branche und ordnet das Redmi mittenhinein. TechRepublic hat es in eine Übersicht der Telefone mit den größten Akkus aufgenommen, deren Titel bereits fragt, ob man fünftausend Milliamperestunden noch für viel halte.
Das ist der Grund, warum sich dieses Modell überhaupt lohnt zu betrachten: Es ist kein Ausreißer, sondern der Punkt, an dem eine Mittelklasse ankommt, die vor zwei Jahren noch mit der Ladegeschwindigkeit warb statt mit der Laufzeit.
Ein Mittelklasse-Chip mit schnellem Speicher
Innen arbeitet ein Snapdragon 6 Gen 5, dazu Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR5X mit 8 oder 12 GB und Datenspeicher nach UFS 4.1 mit 256 oder 512 GB. Diese Aufstellung stammt von GizGuide, das auch die Ergebnisse aus Geekbench veröffentlicht hat.
Der schnelle Speicher ist der eigentliche Hinweis. UFS 4.1 findet sich sonst in teureren Geräten; in dieser Preisklasse ist er die Ausnahme. Impulse Gamer nennt dazu eine Abtastrate der Eingabe von 3.200 Hertz, was vor allem in schnellen Spielen zählt.
Die Kamera ist ordentlich, nicht mehr
Beim wichtigsten Kompromiss wird GizGuide deutlich. Die Ultraweitwinkelkamera sei weniger scharf als die Hauptkamera, erfülle aber ihren Zweck. Positiv überrascht habe, wie wenig Rauschen und Körnung die Aufnahmen bei wenig Licht zeigen.
Die Frontkamera liefere bei Tageslicht und in Innenräumen scharfe, kräftige Bilder. Bei wenig Licht allerdings weicht die Rauschunterdrückung das Bild auf und trifft die Farben nicht mehr richtig.
Was in den Tests sonst noch steht
mobilissimo hebt die Farbfassung „Cloud" hervor und fand auf dem Testgerät die Sicherheitsaktualisierung vom Juli 2026 vor, also einen Stand von vor der Vorstellung. Wer das Gerät kauft, sollte gleich nach einer neueren suchen.
Die Daten zum Gerät
Geräte in diesem Artikel
- Redmi Note 17 Pro Max · Technische Daten · ab € 529