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OnePlus Pad 3 im Test: der größte Tablet-Akku, den chip.de bisher gemessen hat
Zwölftausend Milliamperestunden, 144 Hertz und ein Preis unter der Konkurrenz – dafür verzichtet OnePlus auf OLED. Sieben Redaktionen haben das Tablet geprüft und kommen bei Bildschirm und Kameras zu unterschiedlichen Urteilen.
Ein Akku, wie ihn kein anderes Tablet hat
Die Zahl, die dieses Tablet von allen anderen trennt, nennt chip.de: 12.140 Milliamperestunden. Die Redaktion hält ausdrücklich fest, dass diesen Wert in ihrer Tablet-Bestenliste derzeit kein anderes Modell erreicht. Geladen wird mit bis zu 80 Watt, das bestätigen chip.de und Notebookcheck unabhängig voneinander.
Für ein Gerät mit 13,2 Zoll ist das die naheliegende Rechnung: Eine große Fläche braucht einen großen Akku, und OnePlus hat die Bauhöhe dafür genutzt. Eine gemessene Laufzeit in Stunden nennt allerdings keine der ausgewerteten Redaktionen, sodass sich aus der Kapazität allein noch kein Alltagswert ableiten lässt.
LCD statt OLED, dafür 144 Hertz
Beim Bildschirm hat OnePlus gespart, und chip.de sagt es ohne Umschweife: Das 13,2-Zoll-Display sei kein OLED, sondern ein LCD. Notebookcheck ordnet es als IPS-Bildschirm ein und lobt die flüssigen Bewegungen bei bis zu 144 Hertz. Winfuture nennt dieselbe Bildwiederholrate und die Auflösung mit 2400 x 3392 Pixeln; Xataka kommt auf dieselben Werte in umgekehrter Schreibweise und rechnet eine Dichte von über 315 Bildpunkten je Zoll aus.
Bei der Helligkeit trennen sich die Messungen sauber in zwei Angaben. Winfuture nennt eine maximale Helligkeit von 900 Nits und hält das Display damit auch im Freien für gut ablesbar. pcmag misst nach und kommt auf durchschnittlich 600 Nits, die Spitze liege bei 900. Xataka hat den Farbraum geprüft und bescheinigt dem LCD eine Abdeckung von 98 Prozent des DCI-P3-Raums – ein Wert, der die fehlende OLED-Technik teilweise wettmacht.
Leistung auf der Höhe, KI-Funktionen nicht
In der Rechenleistung spielt das Tablet oben mit. Winfuture stellt fest, dass es in Benchmarks etwa gleichauf mit dem iPad Air und dessen M3-Chip liegt. Stuff fasst denselben Eindruck in zwei Worten zusammen und spricht von Leistung auf Spitzenniveau.
Bei der Software fällt das Urteil geteilt aus. Winfuture hebt hervor, dass es keine störende Vorinstallation gibt, findet die KI-Funktionen aber enttäuschend – genannt werden eine automatische Bildverbesserung und ein Bildvergrößerer. Notebookcheck weist auf einen Punkt hin, der europäische Käufer betrifft: ColorOS unterstützt viele europäische Sprachen, und die Google-Dienste lassen sich nachinstallieren.
Die Kameras sind der Schwachpunkt
Hier sind sich drei Redaktionen einig, und keine davon lobt. Les Numériques hält fest, dass die Rückkamera bis 4K mit 30 Bildern je Sekunde aufzeichnet, die fehlende optische Stabilisierung die Flüssigkeit bewegter Aufnahmen aber begrenzt. pcmag berichtet aus der Praxis, es sei überraschend schwierig gewesen, ein Foto aufzunehmen, das durchgehend scharf ist.
Stuff nennt die Kameras durchschnittlich und weist zugleich auf einen zweiten Mangel hin: Das Tablet trägt keine Schutzart-Einstufung. Wer es mit ins Bad oder an den Pool nehmen will, hat damit keine Zusage des Herstellers.
Günstiger als die Konkurrenz, aber nicht konkurrenzlos
Stuff ordnet das Tablet als erschwinglicher als die Konkurrenz ein, und das ist nach den übrigen Befunden auch das tragende Argument. pcmag setzt dem allerdings ein konkretes Gegenbeispiel entgegen: Das Samsung Galaxy Tab S10 FE+ habe ein ähnliches Design und eine ähnliche Leistung, und zwar „for $50 less“.
Damit steht das Pad 3 dort, wo OnePlus seine Geräte gern platziert: technisch nah an den Teuersten, im Preis darunter, mit sichtbaren Abstrichen an zwei Stellen. Wer ein großes Tablet zum Lesen, Arbeiten und Filmschauen sucht und auf gute Kameras verzichten kann, bekommt hier den größten Akku des Marktes.
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- OnePlus Pad 3 · Technische Daten · ab € 820