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iQOO Neo 11 Ultra: Ein Spielgerät, das offenlegt, wo es spart

9.100 mAh und ein 144-Hz-Bildschirm in 2K – und daneben ein Prozessor mit einem Grafikkern weniger, LTPS statt LTPO und eine Kamera, die niemand erwähnen soll. Geprüft ist davon nichts.

Vorschau auf ein Gerät, das noch nicht erschienen ist. Die Angaben stammen aus Leaks, Zulassungsdatenbanken und Vorabmeldungen. Geprüft ist davon nichts, und auf unseren Geräteseiten steht keine dieser Zahlen. Wir nennen zu jeder Angabe, woher sie kommt.

Veröffentlicht am 1. Oktober 2026

Der Akku ist die Ansage

gizbot nennt einen 9.100mAh großen Silizium-Karbon-Akku und dazu den Satz, auf den es ankommt: die größte Kapazität, die es in der Neo-Reihe je gab. memeburn nennt dieselbe Zahl und ergänzt 100W kabelgebundenes Laden, gizchina ebenfalls.

Eine ältere Meldung von gizmochina spricht noch von 9.000mAh. Sie stammt aus dem August und beschreibt geleakte Bilder; die drei anderen berichten von der Vorstellung. Wo sich eine Vorabmeldung und ein Vorstellungsbericht unterscheiden, gilt der Bericht.

Was das im Alltag heißt, sagt iQOO selbst: rund 13.7 hours mobiles Spielen oder 23 hours Videowiedergabe. Herstellerangaben zur Laufzeit sind Bestwerte unter guten Bedingungen — aber die Größenordnung ist bemerkenswert, und sie stammt vom Hersteller, nicht aus einer Schätzung.

Ein Grafikkern fehlt, und das steht auch so da

memeburn beschreibt den Prozessor als abgewandelte Fassung: 11 Grafikkerne statt der üblichen 12. Gefertigt wird er bei TSMC in 3 Nanometern, mit Kernen der ARM-C1-Reihe.

Das ist ungewöhnlich offen berichtet. Ein beschnittener Grafikteil ist die klassische Stelle, an der ein Spielgerät billiger wird, ohne dass es im Datenblatt auffällt — hier fällt es auf. Dazu kommt ein eigener Zusatzchip, den iQOO Q2 nennt und der Bild und Berührung optimieren soll; memeburn hebt die Stärken im Dauerbetrieb und bei der Wärmeableitung hervor.

Die genaue Bezeichnung des Prozessors nennen wir hier nicht, obwohl sie in drei Überschriften steht: In keinem der ausgewerteten Absätze taucht sie auf, und eine Überschrift ist für uns keine Fundstelle. Das ist dieselbe Regel, an der vorige Woche ein Preis gescheitert ist, der nur im Seitentitel stand.

Der Bildschirm: schnell, und ausdrücklich nicht sparsam

6.83-inch, 2K, 144Hz, dazu eine Abtastrate von 500Hz — das ist die Ausstattung, die ein Spielgerät braucht. Interessanter ist, was memeburn dazuschreibt: LTPS statt LTPO.

LTPO senkt die Bildrate, wenn nichts passiert, und spart damit Strom beim Lesen oder bei stehendem Bild. LTPS kann das nicht. Bei einem Gerät mit 9.100mAh ist das zu verschmerzen, und günstiger ist es auch — aber es ist eine Entscheidung gegen Effizienz, und sie steht selten so deutlich in einer Meldung.

Bei der Helligkeit gehen die Angaben auseinander: gizbot nennt bis zu 4,500 nits „in bestimmten Bereichen", memeburn 2,000 nits Spitzenhelligkeit. Das ist kein Widerspruch, sondern zweierlei Maß — Spitzenwerte auf kleiner Fläche gegen die Helligkeit, die der ganze Bildschirm hält. Wir führen solche Werte getrennt, sobald der Hersteller sie selbst nennt.

Was das Gehäuse kostet

memeburn rechnet es vor: IP68/IP69 und ein Metallrahmen kommen bei 225 grams und 8.6mm Dicke heraus. gizmochina bestätigt Metallrahmen und die Schutzart und nennt ein waagrechtes Kameramodul mit Blitz.

Das ist ehrlich gerechnet. Ein 9.100-mAh-Akku und ein Metallrahmen in einem Gehäuse, das gegen Staub und Strahlwasser dicht ist, wiegt eben. Wer ein leichtes Telefon sucht, ist hier falsch — wer beim Spielen zwei Tage ohne Steckdose auskommen will, vielleicht genau richtig.

Die Kamera ist die Sparstelle

Hier wird es dünn, und das ist die Nachricht. gizmochina schreibt, das Gerät könnte ein Doppelkamerasystem mit 50 und 8 Megapixeln haben — mehr steht in keiner der vier Quellen. Kein Teleobjektiv, keine Sensorgröße, kein Wort zur Bildqualität.

Bei einem Gerät dieser Preisklasse ist eine 8-Megapixel-Zweitkamera üblicherweise ein Ultraweitwinkel, der bei wenig Licht nichts leistet. Belegt ist davon nichts — aber dass drei von vier Redaktionen die Kamera gar nicht erwähnen, ist für sich eine Auskunft.

Was davon geprüft ist

Nichts. Das Gerät ist in China vorgestellt; zu Europa sagt keine der vier Quellen etwas — kein Termin, kein Preis, keine Modellnummer einer Zulassungsbehörde. Drei der vier Meldungen stammen aus der Berichterstattung zur Vorstellung, eine ist eine Vorabmeldung mit geleakten Bildern, und sie widerspricht den anderen beim Akku.

Auf unsere Geräteseite kommt keine dieser Zahlen, bevor iQOO sie für ein europäisches Modell selbst nennt. Sollte das Gerät hier erscheinen, wird zuerst zu klären sein, ob darin derselbe Prozessor mit elf Grafikkernen steckt — solche Unterschiede zwischen China und Europa sind bei dieser Preisklasse die Regel, nicht die Ausnahme.

Die Daten zum Gerät

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