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iQOO 16: 8.400 statt 8.500 mAh – wo die Leaks danebenlagen

Das iQOO 16 wird in China seit September verkauft, mit 8.400 mAh und einem Chip aus 2-Nanometer-Fertigung. Zwei Zahlen, die vorher monatelang kursierten, stehen so nicht im Gerät – und für Europa nennt bisher keine der zehn ausgewerteten Redaktionen einen Preis.

iQOO 16: 8.400 statt 8.500 mAh – wo die Leaks danebenlagen – Produktbild
Bild: zamin.uz

Veröffentlicht am 10. Oktober 2026

In China verkauft, für Europa kein Wort

Unser Datenblatt führt das iQOO 16 mit dem Vorstellungsmonat September 2026. In China ist es
seitdem zu haben: mymobileindia
nennt einen Startpreis von CNY 5.999, die größte Speicherausführung liegt bei CNY 8.499.
digit.in
schreibt, das Gerät könne zwischen Mitte November und Dezember 2026 auch in Indien erscheinen.
Für Österreich steht in keiner der zehn ausgewerteten Veröffentlichungen ein Preis, ein Termin
oder eine Absichtserklärung.

Unabhängige Tests gibt es ebenfalls keine. Alles, was unten steht, kommt aus Herstellerangaben,
aus der chinesischen Produktseite oder von Leakern – nicht aus einer Messung. Auch unser eigenes
Datenblatt steht auf schmalem Grund: Seine Werte stammen bislang von einem einzigen Aggregator,
nicht von iQOO. Belegt sind sie, bestätigt vom Hersteller nicht.

Der Akku: 8.400 – und was es mit der 8.500 auf sich hat

Monatelang stand in den Vorberichten die Zahl 8.500. gizbot
berief sich auf einen Leaker, den „Digital Chat Station“, und nannte eine Zelle mit 8.500 mAh;
digit.in führte denselben Wert. Im verkauften Gerät sind es 8.400 mAh.
latestly
schreibt sie ebenso wie mymobileindia, und unser Datenblatt führt genau diesen Wert, dazu die
Bauart: eine Silizium-Kohlenstoff-Zelle. Der Vorgänger kam mit 7.000 mAh aus, auch das steht bei
uns belegt – gewachsen ist die Zelle also deutlich, und das Gehäuse misst dabei 8,4 Millimeter
in der Tiefe.

Die 8.500 verschwindet damit nicht ganz aus dem Gerät, sie gehört nur woanders hin: latestly und
gsmdome
beschreiben eine Dampfkammer mit 8.500 Quadratmillimetern Fläche. Zwei Angaben, dieselbe Zahl,
verschiedene Einheiten – wer nur die Ziffernfolge weiterreicht, baut daraus leicht einen Akku.
Geladen wird mit 100 Watt am Kabel, kabellos mit 40 Watt; die 100 Watt nennt latestly, die
40 Watt stehen in unserem Datenblatt. Beim iQOO 15 waren es ebenfalls 100 Watt am Kabel – der
Sprung liegt hier nicht beim Tempo, sondern bei der Kapazität.

Ein Chip, zwei Namen

Vor dem Verkaufsstart war durchgehend vom „Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro“ die Rede:
indiatvnews
schreibt es so, digit.in ebenfalls. Im Gerät sitzt nach den Angaben von latestly der „2nm
Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6“, und so führt ihn auch unser Datenblatt, samt der Fertigung in
2 Nanometern. Der Unterschied ist kein Detail für Datenbankpfleger: „Pro“ und „Extreme“
bezeichnen verschiedene Ausbaustufen, und wer nach dem einen Namen sucht, findet den anderen
nicht. Der Vorgänger iQOO 15 trägt bei uns den Snapdragon 8 Elite Gen 5, eine Generation darunter.

Daneben nennt latestly einen eigenen Grafikchip für Spiele, den iQOO selbst entwickelt habe, und
gsmdome beschreibt eine Lastverwaltung, die der Hersteller „Monster Super Core Engine“ nennt. Was
beides unter Dauerlast bringt, hat niemand gemessen – und genau dort entscheidet sich bei einem
Spielgerät alles. Die Oberfläche ist OriginOS 7 auf Android 17; entsperrt wird über einen
Ultraschallsensor im Bildschirm, den latestly und indiatvnews beide nennen. Unser Datenblatt
führt bisher nur den Fingerabdruckleser im Display, ohne die Technik dahinter.

Die Kamera lebt vom größeren Sensor

Drei Sensoren mit je 50 Megapixeln, dazu ein Teleobjektiv mit dreifachem Zoom: So steht es in
unserem Datenblatt, und zamin.uz
beschreibt dieselbe Aufteilung. Das Argument liegt beim Hauptsensor. Er misst 1/1,3 Zoll, beim
iQOO 15 waren es 1/1,56 Zoll – zamin.uz führt den Vergleich ausdrücklich an, unser Datenblatt
bestätigt beide Werte.
gizchina
gibt die Folge mit einer Herstellerzahl an: Der Sensor nehme „79% more light than the iQOO 15“
auf. Das ist eine Rechnung aus der Fläche, keine Aufnahme bei Nacht.

Video geht bis 8K, und zamin.uz nennt eine Bildstabilisierung, die iQOO auf CIPA-Stufe 5.5
einordnet – eine Skala des japanischen Kameraverbands für Ausgleichsbewegungen. Auch diese Zahl
stammt vom Hersteller. Dieselbe Veröffentlichung beschreibt bewegte Fotos, die sich
in 4K aufnehmen lassen.

Vorn sitzt nach unserem Datenblatt eine Kamera mit 32 Megapixeln, der Hauptsensor öffnet auf
Blende f/1,7 und ist optisch stabilisiert. Was davon im Dunkeln trägt, lässt sich erst sagen,
wenn jemand das Gerät mit einem Vorgänger nebeneinander fotografiert hat – und niemand der zehn
ausgewerteten Redaktionen hat das bisher getan.

Der Bildschirm und das Drumherum

Der Bildschirm misst 6,85 Zoll bei 3168 × 1440 Bildpunkten und schaltet bis 165 Hertz.
notebookcheck
hatte das vorab so beschrieben, unser Datenblatt führt dieselben Werte und zusätzlich eine
Spitzenhelligkeit von 10.000 Nits. Beim iQOO 15 stehen dort 6.000 Nits. mymobileindia nennt als
Grundlage ein Panel mit Samsungs Leuchtmaterial M16.

Gegen Wasser und Staub ist das Gerät nach IP69 geschützt, latestly nennt zusätzlich IP68. Drei
Ausführungen führt latestly auf: Chasing Light, Legend und Track. digit.in beschreibt schmale,
auf allen Seiten gleich breite Ränder, indiatvnews einen Vibrationsmotor der 0916-Reihe.
techjuice
hatte die Ausstattung kurz vor dem Start zusammen mit der eines Tablets veröffentlicht, des
iQOO Pad Ultra mit 8,8 Zoll – das steht bei uns noch nicht im Bestand.

Was unser Datenblatt sonst noch führt, entscheidet im Alltag oft mehr als die Spitzenwerte:
Wi-Fi 7, eSIM neben zwei Kartenplätzen, ein Infrarotsender für Fernbedienungen und Dolby
Vision auf dem Bildschirm. Nicht dabei sind ein Kopfhöreranschluss und
ein Steckplatz für Speicherkarten. Ein Netzteil liegt nach unserem Datenblatt bei – ob das
auch für eine europäische Fassung gälte, sagt niemand, weil es sie nicht gibt.

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