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Mate 90 Pro und Pro Max: Die Berichte vermischen zwei Geräte

Huawei stellt die Mate-90-Reihe in China vor, und die Leaks nennen zwei Akkugrößen, zwei Bildschirmdiagonalen und zwei Chips. Unser Datenblatt zeigt, dass das kein Widerspruch ist – sondern zwei verschiedene Geräte.

Vorschau auf ein Gerät, das noch nicht erschienen ist. Die Angaben stammen aus Leaks, Zulassungsdatenbanken und Vorabmeldungen. Geprüft ist davon nichts, und auf unseren Geräteseiten steht keine dieser Zahlen. Wir nennen zu jeder Angabe, woher sie kommt.

Mate 90 Pro und Pro Max: Die Berichte vermischen zwei Geräte – Produktbild
Bild: nokiapoweruser.com

Veröffentlicht am 17. Oktober 2026

Drei Geräte, drei Chips

Der italienische Dienst tecnoandroid überschreibt seinen Bericht mit dem Hinweis auf „tre chip Kirin" – drei verschiedene Prozessoren für eine Reihe. Das erklärt die meisten Unstimmigkeiten, die sich in den Berichten finden.

nokiapoweruser schreibt dem Spitzenmodell einen neuen Prozessor zu, der „substantial jumps in processing speed, NPU efficiency, and thermal management" bringen soll, nennt die Bezeichnung aber nicht. Unser Datenblatt führt für das Mate 90 Pro einen Kirin 9035 in 5 nm – belegt, nicht geschlossen. Wer die beiden Angaben nebeneinanderlegt und daraus einen Widerspruch macht, hat den Leak nicht gelesen: Er behauptet gerade, dass die Reihe verschiedene Chips trägt.

6.600 oder 6.800 mAh – beides, aber nicht am selben Gerät

Hier wird das Muster deutlich. smartzone nennt in einem Satz 6.800 mAh, in einem anderen „Die Akkukapazität steigt gegenüber dem Mate 80 Pro von 5.750 auf 6.600mAh". Das sieht nach einem Fehler aus, ist aber keiner: Unser Datenblatt führt für das Mate 90 Pro genau 6.600 mAh.

Die 6.800 mAh gehören zum Pro Max. teltarif schreibt sie dem größeren Modell zu: „Der Akku fasst 6.800 mAh und unterstützt 100 W kabelgebundenes sowie 50 W kabelloses Schnellladen." Die Ladeleistungen gelten für beide – unser Datenblatt nennt für den Pro dieselben 100 und 50 Watt.

Wer also liest, das Mate 90 Pro habe 6.800 mAh, liest die Angabe des Nachbarmodells.

Der Bildschirm trennt die beiden am deutlichsten

lowyat unterscheidet ausdrücklich: „the Pro will be outfitted with a 6.75-inch dual-layer OLED display", während „The Pro Max and the RS models are tipped to have the same dual-layer OLED panel" in der größeren Diagonale. tecnoandroid bestätigt die kleinere Zahl mit „display OLED a doppio strato da 6,75 pollici".

Für das Pro Max nennt teltarif ein 6,9 Zoll großes Dual-Layer-OLED mit LTPO und bis zu 120 Hz, bludiode ergänzt die Auflösung mit 2848 × 1320 Pixeln und schreibt, das Panel unterstütze „1,07 Milliarden Farben und die Farbwiedergabe BT.2020".

Bei der Helligkeit bleibt ein echter Widerspruch stehen. nokiapoweruser nennt „Tandem Dual-Layer OLED Display: 10,000 Nits Brightness". Ein Beitrag im Forum android-hilfe zitiert dagegen eine Leak-Überschrift mit „12,000-nit display". Welche der beiden Zahlen gilt, ist nicht zu entscheiden; beide sind unbestätigt, und ein Forumsbeitrag ist die schwächste Fundstelle in diesem Artikel.

Eine Kamera, die man ansteckt

Der auffälligste Teil ist Zubehör. smartzone beschreibt für das Spitzenmodell „eine Telekamera mit 200MP und ein magnetisch ansteckbares Zoom-Kameramodul mit eigenem Sensor". tbreak nennt das Modul Ruiying Z10 und beschreibt es genauer: „The module reportedly combines a 1-inch sensor with 10x optical zoom and a 24–240mm equivalent range." Die Redaktion zieht daraus einen Schluss, der sich lohnt: Damit sei das Stück „closer to a small interchangeable camera module than a conventional smartphone lens attachment".

Zur festen Kamera nennt smartzone eine Hauptkamera mit 50 MP, variabler Blende von f/1,4 bis f/4,0 und einem RYYB-Sensor von 1/1,28 Zoll, dazu ein Teleobjektiv mit 50 MP und vierfachem Zoom, das Makros ab 5 Zentimeter schaffe. lowyat schreibt dem Pro Max 18 EV Dynamikumfang zu. tbreak hält ausdrücklich fest, dass weder das Modul noch sein Bezug zur Sammlerausgabe von Huawei bestätigt sind.

Über dem Pro Max steht noch ein drittes Modell

Die Reihe endet nicht beim Pro Max. tecnoandroid beschreibt für das Mate 90 RS eine „scocca unibody in titanio con colorazioni riservate" – ein Titan-Gehäuse aus einem Stück mit Farben, die nur dieser Fassung zustehen. lowyat kommt unabhängig davon auf dasselbe und spricht von „the RS variant's high-gloss titanium unibody design".

Das ist für den Leser hier vor allem eine Einordnung: Wer Berichte über „das neue Mate 90" liest, liest möglicherweise über ein viertes Gerät. lowyat zählt Pro, Pro Max und RS ausdrücklich getrennt auf, und das RS teilt sich mit dem Pro Max das Panel.

Das eigentliche Hindernis ist das Betriebssystem

Für einen Käufer in Österreich ist die wichtigste Angabe keine Zahl. smartzone schreibt: „Das Mate 90 läuft mit HarmonyOS 7, einem eigenen System ganz ohne Android-Unterbau." Und zieht die Folge gleich mit: „Ohne westliche Messenger, Banking-Apps und Google fehlt die Grundlage."

nokiapoweruser bestätigt das System und hebt die KI-Einbindung hervor, bludiode hält fest, das neue Modell werde „mit dem neueren System ausgeliefert" als sein Vorgänger. Unser Datenblatt führt HarmonyOS als Systemfamilie – das ist die eine Angabe, in der sich alle einig sind.

Für die Sammlerausgabe nennt smartzone ein eigenes Displayglas, das laut Huawei „16-mal kratzfester" sei. Ob es diese Ausgabe außerhalb Chinas gibt, sagt keine der Quellen.

Nichts davon ist geprüft. Alle Angaben stammen aus Leaks, Zuliefererketten und Vorab-Berichten; lowyat hält fest, dass Huawei „is still keeping the Mate 90 series' specifications under wraps for now". Für Europa stehen weder Preis noch Termin fest. Was auf unseren Geräteseiten steht, trägt dagegen einen Beleg – und es ist genau das, was die Berichte durcheinanderbringen: Pro und Pro Max sind zwei Geräte.

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