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Pixel 11 Pro Fold: Google verspricht dreifache Robustheit und fällt durch den Biegetest
Für das neue Falt-Pixel hat Google Rahmen, Scharnier und Rückseite neu aufgebaut und wirbt mit dreimal höherer Widerstandsfähigkeit. In einem öffentlichen Belastungstest brach das Gerät trotzdem, und das Außendisplay sprang heraus.
Der Biegetest, den Google nicht bestanden hat
Android Headlines berichtet, dass Zack vom YouTube-Kanal JerryRigEverything ein Gerät bekommen und seinem üblichen Belastungstest unterzogen hat. Das Pixel 11 Pro Fold hat ihn nicht überstanden, so wie seine Vorgänger auch nicht. Beim Brechen sprang zusätzlich das Außendisplay heraus.
Dieselbe Redaktion nennt den vermuteten Grund: Google habe die Antennenlinien nicht aus den empfindlichen Stellen herausgenommen. An genau diesen Unterbrechungen im Rahmen gibt ein Gehäuse zuerst nach.
Das ist deshalb bemerkenswert, weil Google beim Material erkennbar nachgebessert hat.
Neuer Rahmen, neues Glas, neue Rückseite
Clubic hat sich den Aufbau genauer angesehen. Der Rahmen besteht aus Aluminium in Luftfahrtqualität, das Scharnier aus mehrlagigem Stahl höchster Festigkeit. Das Schutzglas des Außendisplays ist eine selbst entwickelte Glaskeramik. Die Rückseite verlässt das matte Gorilla Glass Victus 2 des Pixel 10 Pro Fold und setzt stattdessen auf einen Verbundwerkstoff.
Google selbst gibt an, das Gerät sei dreimal widerstandsfähiger als die Vorgängergeneration. Die Schutzart IP68 bleibt erhalten.
Clubic merkt zum neuen Rückenmaterial an, dass der Verbundwerkstoff unter den Fingern nicht ganz die Kühle und Dichte von Glas erreicht. Die Redaktion schreibt außerdem, sie verwende ohnehin grundsätzlich eine Schutzhülle. Nach dem Biegetest liest sich das wie ein praktischer Rat.
Was die Tester ansonsten finden
connect fasst das Ergebnis so zusammen, dass Displays und Akkulaufzeit wie gewohnt sehr gut seien, der Test aber auch einige Schwächen offenlege. Clubic kommt zu einem ähnlich zweigeteilten Urteil: Das Pixel 11 Pro Fold sei nicht revolutionär, insgesamt aber sehr achtbar.
Beim Falten ist das Gerät dünner geworden. Clubic misst zugeklappt 10,1 Millimeter, also 0,7 Millimeter weniger als zuvor, aufgeklappt glatte 5 Millimeter.
Der sichtbare Knick im Innendisplay bleibt allerdings, und Analytics Insight führt ihn ausdrücklich als Mangel auf.
Zwei Displays, drei Kameras
Beide Bildschirme arbeiten mit 120 Hertz, das schreiben 1001web und Analytics Insight übereinstimmend. Letztere nennt 6,5 Zoll außen, 8 Zoll innen und eine Spitzenhelligkeit von 3.600 Nits.
Auf der Rückseite sitzen nach derselben Quelle drei Kameras: 48 Megapixel als Hauptobjektiv, 10,5 Megapixel als Ultraweitwinkel und 10,8 Megapixel für den fünffachen Zoom. Clubic hält fest, dass der Sensor der Hauptkamera deutlich gewachsen ist. 1001web nennt den fünffachen optischen Zoom für ein Faltgerät bemerkenswert, und das ist er auch: Der Platz im zusammengeklappten Gehäuse setzt der Brennweite enge Grenzen.
Akku gut, Laden gemächlich
Die Akkulaufzeit zählt connect ausdrücklich zu den Stärken und stellt sie neben die Displays. Beim Nachladen wird es dann zäh: Analytics Insight beschreibt die Ladegeschwindigkeit als gemächlich. Einen Wattwert nennt keine der gelesenen Redaktionen.
Zur Fotoqualität hält connect fest, dass sie bei guten Lichtverhältnissen hoch ausfällt. Ein Faltgerät muss seine Optik in eine der beiden Hälften quetschen, deshalb ist das keine Selbstverständlichkeit.
Der Chip und der Preis
Zwei Einwände bleiben. Analytics Insight schreibt, der Tensor G6 erreiche die Leistung mancher Konkurrenten nicht, und das Gerät gehöre nicht zu den leichtesten Faltgeräten. Die Redaktion ordnet das allerdings ein: Google setze bei diesem Gerät auf KI-Funktionen und Mehrfachnutzung des großen Displays statt auf reine Rechenleistung. Gemini und Bubbles nutzten die Fläche gut.
Der Einstiegspreis liegt nach 1001web bei rund 1.999 Euro. Das ist der Betrag, für den man bei einem Gerät, dessen Rahmen im Belastungstest nachgibt, zweimal überlegt.
Die Daten zum Gerät
Geräte in diesem Artikel
- Google Pixel 11 Pro Fold · Technische Daten · ab € 1.840