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Fairphone 6 Plus im Test: zwölf Teile zum Selbsttauschen, und ein Chip, der das bezahlt

Das Fairphone 6 Plus lässt sich in Teilen zerlegen und reparieren wie kein anderes Smartphone dieser Preisklasse. Die Tester loben genau das und halten zugleich fest, wo das Gerät gegen gleich teure Konkurrenten zurückfällt.

Fairphone 6 Plus im Test: zwölf Teile zum Selbsttauschen, und ein Chip, der das bezahlt – Produktbild
Bild: www.pcwelt.de

Veröffentlicht am 23. September 2026

Zwölf Teile, die man selbst tauschen kann

Der Kern des Geräts ist kein Bauteil, sondern eine Bauweise. smartzone nennt die Zahl: Zwölf Ersatzteile können Nutzerinnen und Nutzer selbst tauschen, darunter Akku und Display. How Green Works führt die Liste weiter und nennt zusätzlich den USB-C-Anschluss und die Kameras.

notebookcheck fasst es als Bauprinzip zusammen: ein modulares Android-Smartphone, bei dem Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Computerwoche beschreibt dasselbe aus Sicht der Nutzung: ein Gerät, das auf Langlebigkeit ausgelegt ist und gewartet sowie aufgerüstet werden kann.

Wer schon einmal versucht hat, bei einem gewöhnlichen Telefon den Akku tauschen zu lassen, weiß, was dieser Unterschied im Alltag wert ist.

Der Bildschirm ist besser als erwartet

How Green Works hat den Bildschirm im Alltag geprüft: 6,31 Zoll, kontraststark, lebendige Farben und echtes Schwarz. Bis zu 1.400 Nits Helligkeit sorgen dafür, dass im Freien fast nichts spiegelt, und die Bildrate passt sich automatisch an. notebookcheck nennt das Panel hell und scharf und gibt 120 Hertz an.

Zwei Einschränkungen nennt dieselbe Redaktion trotzdem. Die Ränder rund um das Display wirken recht breit und asymmetrisch, und das Gerät ist mit fast zehn Millimetern deutlich dicker als die meisten Telefone dieser Klasse. Beides ist der Bauweise geschuldet: Was sich zerlegen lässt, braucht Schrauben, Rahmen und Platz.

Der Chip ist der Preis für die Haltbarkeit

Hier wird der Kompromiss greifbar. Im Gerät arbeitet ein Snapdragon 7s Gen 4 mit 12 GB Arbeitsspeicher. notebookcheck ordnet ihn deutlich ein: ein Fortschritt gegenüber dem Vorgänger, der aber hinter mehreren ähnlich teuren Telefonen zurückbleibt.

Das ist keine Nebensächlichkeit, sondern der Hauptgrund, warum dieses Gerät nicht für jeden taugt. Wer Spiele mit hohen Anforderungen spielt oder viel Rechenleistung braucht, bekommt für 649 Euro anderswo mehr. Wer sein Telefon lange behalten und zwischendurch den Akku wechseln will, bekommt das anderswo gar nicht.

Die Kamera bleibt das schwächste Glied

Die Bestückung nennt notebookcheck in der ungarischen Ausgabe notebookcheck-hu: ein Hauptsensor mit 50 Megapixeln, eine zweite Kamera mit 13 Megapixeln und eine Frontkamera mit 32 Megapixeln.

Zur Qualität wird Computerwoche konkret: Der 50-Megapixel-Sensor liefert bei Tageslicht schöne Bilder und abends akzeptable Fotos. Das ist ein ehrliches Urteil und kein Verriss.

Den entscheidenden Mangel nennen beide notebookcheck-Ausgaben übereinstimmend: Dem Kamerasystem fehlt ein Teleobjektiv. Wer zoomen will, zoomt digital. Die ungarische Ausgabe setzt das in den Vergleich und hält fest, dass die Vielseitigkeit der Kamera hinter iPhone-, Pixel- und Galaxy-Modellen ähnlicher Preislage zurückbleibt.

Wechselakku und ein alter Anschluss

Beim Akku bleibt Fairphone bei 4.415 mAh, und er ist wechselbar, schreibt smartzone. notebookcheck bewertet die Laufzeit als solide.

Im selben Satz nennt smartzone etwas, das leicht übersehen wird: Es bleibt beim USB-2.0-Anschluss. Wer große Datenmengen per Kabel überträgt, merkt das. Für ein Gerät, dessen Anschlussbuchse man selbst tauschen kann, ist das eine bemerkenswerte Prioritätensetzung.

649 Euro, fünfzig mehr als das Fairphone 6

Den Preis nennt Computerwoche: 649 Euro, also fünfzig Euro über dem gewöhnlichen Fairphone der sechsten Generation. Dieselbe Redaktion hält den Aufschlag für gerechtfertigt, und zwar ausdrücklich wegen der Reparierbarkeit und der langen Lebensdauer, nicht wegen der Technik.

Damit ist auch gesagt, für wen das Gerät gedacht ist. Es gewinnt keinen Vergleich über Zahlen. Es gewinnt über die Frage, wie lange man es behalten kann.

Die Daten zum Gerät

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