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Apple Watch Ultra 4: acht Stunden mehr Akku, und der Puls wird zwölfmal so oft gemessen
Von außen ist die Ultra 4 von ihrem Vorgänger nicht zu unterscheiden, innen hat Apple Chip und Sensoren getauscht. Macwelt, AppleInsider und Mashable haben nachgerechnet, was das für Laufzeit und Messtakt bedeutet.
Acht Stunden mehr, je nach Betriebsart
Die Zahl, mit der Apple wirbt, bestätigen mehrere Redaktionen unabhängig: AppleInsider rechnet vor, dass die Ultra bisher „about 42 hours“ ohne Ladegerät durchhielt und es jetzt 50 Stunden sind. Macwelt nennt dieselben beiden Werte und ergänzt den Stromsparmodus – dort hält die Ultra 4 nach dieser Auswertung 84 Stunden und damit 14 Stunden mehr als die Ultra 3. Mac Life kommt auf dieselben 50 und 84 Stunden.
In der Praxis liegt der Wert darunter, je nachdem, was die Uhr tut. Der japanische Testbericht auf note.com kommt mit dauerhaft eingeschaltetem Display auf etwa zweieinhalb Tage. Mashable hatte die Uhr morgens vollgeladen und abends noch 81 Prozent übrig. Für das Training nennen die Berichte zwei verschiedene Zahlen: Mashable schreibt von bis zu 18 Stunden im Modus für Training im Freien, Business Insider von bis zu 45 Stunden erweiterter Trainingsaufzeichnung. Welche Betriebsart jeweils gemeint ist, geht aus den Angaben nicht hervor. Die Südostschweiz nennt zum Nachladen eine praktische Zahl: 15 Minuten am Kabel reichen für weitere 18 Stunden.
Der Puls wird alle fünf Sekunden gemessen
Die eigentliche Neuerung sitzt auf der Rückseite. Macwelt beschreibt den Takt: Der optische Herzsensor misst die Herzfrequenz im Ruhezustand alle fünf Sekunden, bei der Ultra 3 war es alle fünf Minuten. Die Herzfrequenzvariabilität erfasst die Ultra 4 alle fünf Minuten statt wie bisher alle zwei Stunden. AppleInsider nennt dieselben beiden Takte und ordnet sie dem neuen Sensorsystem zu.
Mashable fasst die Generation in einem Satz zusammen: Die einzigen Unterschiede seien der neue Chip, die bessere Laufzeit und das Herzsensorsystem der zweiten Generation. Dass häufigeres Messen mehr Strom zieht und die Laufzeit trotzdem steigt, ist der bemerkenswerte Teil dieser Rechnung.
Neuer Chip, doppelter Arbeitsspeicher
Möglich macht das ein Fertigungssprung. Macwelt ordnet den neuen S11 dem A20 Pro zu und nennt die Fertigung im 2-Nanometer-Verfahren, während im Vorgänger noch ein A16 in 4 Nanometern saß. Dieselbe Redaktion hat den Arbeitsspeicher geprüft: vier Gigabyte statt zwei.
Was das im Alltag bringt, beschreibt Bild: Die Bedienung reagiere dank des neuen Prozessors nochmals etwas schneller als beim Vorgänger. Bei den Funkverbindungen ändert sich dagegen nichts – AppleInsider stellt fest, dass Wi-Fi 4, Bluetooth 5.3 und 5G unverändert übernommen wurden.
Außen unverändert, im Kratztest gemischt
Am Gehäuse hat Apple nichts getan. Bild schreibt, äußerlich habe sich zwischen Ultra 3 und Ultra 4 kaum etwas verändert; AppleInsider geht weiter und meint, man erkenne die Generation am Handgelenk überhaupt nicht. Mashable formuliert es als Gegensatz: außen wie bisher, darunter eine komplett neue Sensoranordnung. Neu sind laut derselben Redaktion vor allem Armbänder, darunter neue Ausführungen von Sport Band, Sport Loop und der Hermès-Reihe.
Bild hat die Widerstandsfähigkeit geprüft und kommt zu einem geteilten Ergebnis: Das Glas hielt Kratzern bis Härtegrad 7 von 9 stand, das Titangehäuse zeigte bis Härtegrad 5 von 9 keine Schäden. Unter freiem Himmel können Spiegelungen die Ablesbarkeit stören, wenn Licht ungünstig auf das Glas fällt. Das Display aktualisiert sich weiterhin jede Sekunde, sodass auch ein laufender Sekundenzeiger sichtbar bleibt. Zum Tauchen nennt Bild eine klare Grenze: bis 40 Meter für Sporttauchgänge, darüber ist die Uhr nicht vorgesehen.
Preis, Termin und eine Einschränkung für Europa
Mac Life nennt für Deutschland einen Einstiegspreis von 899 Euro, den Verkaufsstart am 18. September und watchOS 27 als Systemversion, die bereits am 14. September erschien und ab der Series 9 unterstützt wird. Im Ausland fällt der Preis unterschiedlich aus: Der Mirror nennt 749 Pfund, Wired fragt, ob die Uhr „the $799 price“ wert ist. Das Titangehäuse gibt es weiterhin in Natur und Schwarz.
Eine Einschränkung nennt Bild ausdrücklich: Die spannendsten Neuerungen bleiben in Deutschland vorerst außen vor. Der Mirror zieht ein nüchternes Fazit über die Generation – ein großer Sprung sei das nicht, die Ultra bleibe aber das Lieblingsgerät der Redaktion. Wer von einer Ultra 3 kommt, kauft vor allem häufigere Messungen und acht Stunden mehr Laufzeit.
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